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Nachbarn bei Partnergewalt gefordert Dietrichsfeld im Zentrum einer Umfrage

Meike Plewa (links) und Isabel Rein   koordinieren das StoP-Projekt im Stadtteiltreff Dietrichsfeld und führen zum Thema Partnergewalt eine Befragung durch.

Meike Plewa (links) und Isabel Rein koordinieren das StoP-Projekt im Stadtteiltreff Dietrichsfeld und führen zum Thema Partnergewalt eine Befragung durch.

Stadtverwaltung/Carsten Lienemann

Oldenburg - Wie lange leben Sie schon in Dietrichsfeld?“, „Achten die Menschen hier aufeinander?“ oder „Haben Sie in der Nachbarschaft schon einmal Gewalt mitbekommen?“ Diese und weitere Fragen sind Teil der Befragung, die in Dietrichsfeld und Bürgerfelde läuft. Federführend dabei sind Isabel Rein und Meike Plewa, die Koordinatorinnen des Projekts „Stadtteile ohne Partnergewalt“ (StoP) in Oldenburg, die die Befragung mit der Hilfe engagierter Ehrenamtlicher veranstalten.

Angemeldeter Besuch

Die beiden kündigen sich im Voraus mit einem kurzen Schreiben und einem Foto von sich an, damit die Bewohnerinnen und Bewohner der besuchten Straßen wissen, wer an ihrer Tür klingelt. „Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich“, so Meike Plewa. „Nicht alle Menschen sind bereit an der Befragung teilzunehmen, doch ein Großteil gibt Auskunft.“ Isabel Rein ergänzt: „Wir treffen auch auf Betroffene, die erst zögerlich von ihren Erfahrungen berichten und dann erleichtert sind, ein offenes Ohr gefunden zu haben.“

Mithilfe der Befragung will das Projekt StoP die Nachbarschaft besser kennenlernen, herausfinden, was diese über Partnergewalt denkt, Hemmungen abbauen über das Thema zu sprechen und den Bekanntheitsgrad des Projekts erhöhen. „Nachbarinnen und Nachbarn kommt im Falle von Partnergewalt eine besonders wichtige Rolle zu: Sie bekommen meist am frühsten etwas mit und sind schnell vor Ort“, so Isabel Rein.

Meinungsbild

Dabei soll durch die Befragung hauptsächlich ein allgemeines Meinungsbild ermittelt werden, wobei noch offen ist, in welcher Form die Ergebnisse präsentiert werden. „Haupterkenntnisse bisher sind vor allem, wie wichtig es ist, überhaupt über das Thema Partnergewalt zu sprechen, es zu enttabuisieren und so auch die Hemmschwelle für Betroffene zu verringern“, sagt Meike Plewa.

Die Befragung wird auch in nächster Zeit noch weiterlaufen, da möglichst viele Menschen in Dietrichsfeld und Bürgerfelde erreicht werden sollen.

Regelmäßige Treffen

Seit fast zwei Jahren ist StoP in Dietrichsfeld aktiv: Regelmäßige Treffen von Engagierten im StoP-Projekt finden alle zwei Wochen mittwochs von 19 bis 20.30 Uhr im Stadtteiltreff statt. Donnerstags von 9.30 bis 11 Uhr treffen sich dort zudem Frauen zum Kaffee trinken und diskutieren über Themen, die Frauen stärken und beschäftigen. Alles Weitere zum StoP-Projekt des Stadtteiltreffs Dietrichsfeld und zu den weiteren Projekten und Aktionen unter

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