Bremen - Ein Fest im historischen Herzen der Stadt: Das Bremer Geschichtenhaus im Schnoor feierte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen.
Neben prominenten Gratulanten gab es Mittelalter-Flair und altertümliche Musik. Doch bevor die große Party beginnen konnte, war zunächst einmal ein Kraftakt zu bewältigen.
Kutschen zogen durch die engen Straßen des Schnoorviertels, bunte Luftballons zeigten den Weg zum eigentlichen Ort der Feierlichkeiten. Am Bremer Geschichtenhaus waren Bäume geschmückt, Stelzenläufer empfingen die Besucher.
Unter den Gästen war auch Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), der zur Begrüßung warme Worte für das Haus, aber auch den Beschäftigungsträger „Bras“ parat hatte. Sieling gratulierte „gerne und von ganzem Herzen“, betonte er. Das Haus und „Bras“ seien Projekte, womit sich Bremen „toll präsentieren“ könne, so Sieling weiter. Seit 2006 besuchten das Geschichtenhaus nach Angaben der Verantwortlichen mehr als 292 000 Besucher, darunter viele Schulklassen und Touristen. Vor zehn Jahren begann die Arbeit mit zwölf Mitarbeitern, aktuell seien es mehr als 100, was vor allem der Arbeit des Beschäftigungsträgers geschuldet sei, hieß es bei der Begrüßungsrede. Und weil das Geschichtenhaus ohne den Schnoor wohl nie so weit gekommen wäre, folgte im Anschluss auf zwei Festmeilen „Das große Schnoorfest für alle“.
Gaukler, Piraten, Ritter und andere in mittelalterliche Gewänder gehüllte Menschen zogen ihre Runden, Besucher ließen sich bei einer Handleserin erklären, was die Zukunft parat hält. Seiler zeigten ihr Handwerk, Schmiede klopften die heißen Eisen im Schatten der Gebäude. Und natürlich kamen die Kleinen auch nicht zu kurz. Insgesamt wollten letztlich mehr als 70 Attraktionen bestaunt werden.
Bevor bis in den frühen Abend hinein gefeiert wurde, musste zunächst einmal ein Kraftakt erledigt werden. Am St.-Jakobus-Packhaus im Schnoor fehlte lange Zeit die namensgebende Statue des Jacobus Major, im Volksmund auch „Juxmajor“ genannt. Jetzt wurde sie mit Seilwinde, Hubwagen und frisch restauriert an ihren eigentlichen Platz gehievt.
