Bremen - Die Winterpause für Bremens Brunnen ist beendet. Nun jagt Neptun wieder mit seinem Pferdegespann durch die Gischt des nach ihm benannten Brunnens auf dem Domshof. Auch der Centaurenbrunnen auf dem Leibnizplatz und der Bauernbrunnen in Oslebshausen sprudeln bereits. Und die Fontäne im Vahrer See schießt ebenfalls wieder in die Höhe.
Immobilien Bremen, zuständig für den Betrieb und die Instandhaltung der 20 öffentlichen Brunnen in der Hansestadt, hat in den letzten Tagen die meisten Wasserspiele in Betrieb genommen, seit wirklich nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen ist.
„Zuvor ist die Brunnentechnik durch mehrere Fachfirmen kontrolliert und das Wasser in den Umwälzanlagen aufgefüllt worden“, sagte ein Sprecher. Bei den „mit einer gründlichen Reinigung verbundenen Inspektionen“ stellte sich allerdings heraus, dass einige der Brunnen vorerst noch trocken bleiben müssen – weil sie aufgrund von Beschädigungen repariert werden müssen:
In der Innenstadt ist der Pferdebrunnen an der Ecke Obernstraße/Sögestraße betroffen. „Die filigrane Säule mit dem schwungvoll geformten Wasserbecken war von einem Lieferfahrzeug gerammt und dabei so schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine aufwendige, weil technisch komplizierte Reparatur erforderlich wird“, so der Immobilien-Bremen-Sprecher. „Dafür muss der Brunnen vollständig abgebaut und in einer Spezialwerkstatt instandgesetzt werden.“
Der Pferdebrunnen auf dem Neuen Markt in der Neustadt wurde bereits demontiert und in die Werkstatt einer Fachfirma gebracht. Auch er ist durch ein Fahrzeug beschädigt worden.
Der Pferdebrunnen auf dem Waller Dorfplatz hingegen soll direkt an seinem Standort repariert werden – sobald das Ersatzteil da ist.
Der Badestuben-Brunnen am Stavendamm im Schnoor – ein beliebtes Touristen-Fotomotiv – ist noch ohne Wasser. „Hier sind zunächst Erdarbeiten vonnöten, weil ein neuer Wasseranschluss gelegt werden muss“, so der Sprecher. Bis zum Sommer soll alles fertig sein.
Für Wartung und Reparatur stehen Immobilien Bremen etwa 100 000 Euro jährlich zur Verfügung. Hinzu kommen 35 000 Euro für Strom und Wasser.
