Brake - Ein Spaziergänger entdeckte am Dienstagvormittag unweit des Geländes des Wasser- und Schifffahrtsamtes (ehemalige Staatswerft) an der Langen Straße einen verendeten Schweinswal in Höhe der Flutlinie. „Es ist ein männliches, ausgewachsenes Tier“, erklärte Jan Könemann von der Wasserschutzpolizei im Gespräch mit der NWZ.

Vor ein paar Wochen entdeckten die Beamten der Wasserschutzpolizei eine ganze Rotte in der Weser. „Offenbar haben die Tiere den Weg zurück nicht gefunden“, so Könemann. Er geht davon aus, dass die Tiere, die in den vergangenen Wochen an Stränden in der Region gefunden wurden (die NWZ  berichtete) aus dieser Rotte stammten. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass man in der Weser Schweinswale sieht“, weiß der Wasserschutzpolizist. Problematisch werde es für die Tiere erst, wenn sie den Rückweg in die Nordsee nicht finden.

Wird ein toter Schweinswal gefunden, ergeht durch die Wasserschutzpolizei eine Meldung an die Nationalparkverwaltung, die die Fälle registriert. Die Tiere selbst werden durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen entsorgt. „Es handelt sich bei Schweinswalen um Säugetiere, die müssen speziell entsorgt werden“, so Könemann.

Der Spaziergänger habe genau richtig reagiert: Er alarmierte die Wasserschutzpolizei, die den Fund aufnimmt.