Brake - Eigentlich würden die Vorbereitungen zur Berufsfindungsmesse bereits auf Hochtouren laufen. Die Messe sollte am 7. Oktober im Berufsbildungszentrum Brake (BBZ) stattfinden. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist alles anders. „Wegen der aktuellen deutschlandweiten Entwicklungen und Unsicherheiten in den nächsten Monaten, haben wir uns entschieden, die in Brake geplante Berufsfindungsmesse abzusagen“, teilt Antje Motzkus-Wintjen vom Bildungsnetzwerk mit.
Üblicherweise besuchen rund 1500 Schülerinnen und Schüler die einmal im Jahr stattfindende Messe. Dieses Jahr wird das nicht so sein.
Die Zeit nutzen
In der jetzigen Situation sei es wichtig, die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. „Wir nutzen aber die Zeit und arbeiten an Neuerungen und Optimierungen. Wie schon so viele – auch positive – Neuerungen, die in der Pandemie bisher in unser Leben Einzug gehalten haben, soll es auch hier eine Neuerung geben: eine virtuelle Messe“, kündigt Antje Motzkus-Wintjen an.
So sollen dennoch Kontakte zwischen den angehenden Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieben entstehen können. Über die Internetseite des Bildungsnetzwerks soll der Bereich Berufsfindungsmesse freigeschaltet werden, auf dem sich die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer informieren können. Neben Tipps für die optimale Bewerbung, gibt es Informationen für Eltern, wie sie ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können.
Die potenziellen Ausbildungsbetriebe können sich auf der Website vorstellen und die Schüler können direkt Kontakt mit den Ausbildern aufnehmen. Ähnlich einem „schwarzen Brett“ ist eine Börse für freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze geplant. So hofft das Organisationsteam den Schülern in dieser besonderen Lage trotzdem ein Stück mehr Klarheit über ihre berufliche Zukunft geben zu können. „Das ist zur Zeit wichtiger denn je“, sagt Antje Motzkus-Wintjen.
Ausbildung bis Studium
Neben den Ausbildungsbetrieben und dem Angebot an Bildungsgängen der BBS sollen auch Fachhochschulen und Universitäten auf der Website eine Plattform bekommen. So könne aus dieser ersten virtuellen Messe vielleicht etwas Neues für die Zukunft entstehen, bei dem sich die Schüler das ganze Jahr über Ausbildungsmöglichkeiten informieren können, hofft Antje Motzkus-Wintjen. Alle Firmen und Unternehmen, die noch an der virtuellen Berufsfindungsmesse teilnehmen möchten, können sich die Anmeldeinformationen noch bis Ende des Monats auf der Internetseite www.berufsfindungsmesse.de (unter 22. Berufsfindungsmesse) herunterladen. Die ausgefüllten Unterlagen sollen dann an amotzkus@bbs-wesermarsch.de per Email geschickt werden.
