Bad Zwischenahn - Das Unternehmen Rügenwalder Mühle aus Bad Zwischenahn hat begonnen, gemeinsam mit einem Vertragspartner eigenes Soja in Deutschland anzubauen. Nach der Ernte im September wird das Soja veredelt und soll in den vegetarischen und veganen Produkten zum Einsatz kommen.
„Als einer der ersten Markenhersteller haben wir vegetarische/vegane Fleischalternativen in die Regale gebracht. Indem wir jetzt Soja für unsere fleischfreien Produkte in Deutschland anbauen, sind wir erneut innovativer Pionier“, freut sich Michael Hähnel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rügenwalder Mühle.
Ist das Pilotprojekt erfolgreich, plant der Markenhersteller schon im kommenden Jahr zehn Prozent des Gesamtbedarfs mit heimischem Soja zu decken und den Anteil in den nächsten Jahren sukzessive zu steigern. Die Anbaufläche umfasst je ein Feld in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg mit jeweils 25 Hektar.
Aktuell bezieht das Unternehmen rund 50 Prozent des verarbeiteten Soja aus der Donauregion. Hinzu kommen weitere pflanzliche Rohstoffe europäischen Ursprungs: So stammen die Erbsen ausschließlich aus Frankreich und der Weizen hauptsächlich aus Deutschland. Ziel ist es, künftig noch mehr Zutaten regional zu beschaffen und den ökologischen Fußabdruck der Lebensmittel klein, sprich die Transportwege kurz zu halten.
Die Rügenwalder Mühle unterstützt daher die vom Lebensmittelhersteller Oatly initiierte Petition zur gesetzlichen CO2e-Kennzeichnung von Lebensmitteln. Durch eine solche Angabe sollen Verbraucher direkt erkennen können, wie groß der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln ist. Am 14. September wird die Petition vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert.
