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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Reichsbürger“-Affäre – Müller schmeißt hin

15.01.2018

Saterland Heinrich Müller ist nicht mehr Bürgermeisterkandidat der UWG Saterland. Das gab Franz Hericks, Vorsitzender und Sprecher der UWG, am Samstag nach einer Mitgliederversammlung am Freitagabend bekannt. Durch eine NWZ-Recherche war am Donnerstag bekannt geworden, dass der parteilose Kandidat mit Unterstützung der UWG für die Bürgermeisterwahl am 25. Februar ein Mitglied der Reichsbürger-Szene war und das sogenannte „Königreich Deutschland“ unterstützt hatte. „Nicht nur unsere Wähler und Mitglieder waren schockiert, es gab auch entsprechende Reaktionen aus anderen Parteilandschaften“, sagt Franz Hericks.

Heinrich Müller selbst meldete sich am Samstag per E-Mail bei der NWZ und erklärte: „Nach der gestrigen ordentlichen Versammlung der UWG trete ich hiermit offiziell von der Bürgermeisterkandidatur zurück.“ Vom Vorwurf, den „Reichsbürgern“ nahe zu stehen, distanziere er sich. Dies entspreche nicht der Wahrheit.

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Erst am Abend des 10. Januars war der Sprecher der UWG von Heinrich Müller über die Recherche der NWZ informiert worden. „Die UWG hatte trotz intensiver und umfangreicher Recherche im Vorfeld der Kandidatenaufstellung keine Kenntnis von den Kontakten Herrn Müllers zu den Reichsbürgern und zum Königreich Deutschland“, so Hericks weiter. Derweil wurde der weiterhin bekannt, dass Heinrich Müller noch im August vergangenen Jahres beim Hafenfestlauf in Barßel mit dem Vereinsnamen „Königreich Deutschland“ antreten wollte. Die Organisatoren verweigerten ihm aber nach hitziger Diskussion die Teilnahme.

„Die UWG distanziert sich aufs Schärfste von der Ideologie der Reichsbürger und der so genannten Gruppe Königreich Deutschland. Wir stehen mit diesen Gruppierungen in keiner wie auch immer gearteten Verbindung und lehnen deren Gedankengut und deren Tätigkeiten grundsätzlich ab. Wir sind eine strikt demokratisch orientierte Wählergruppe. Unser Staat ist die BRD“, fügt Hericks hinzu.

Gleichwohl ist sich der Sprecher der UWG auch bewusst, was die Vergangenheit Müllers für ein Licht auf seine Partei werfe. „Für die UWG sei ein sehr großer, kaum noch reparabler Schaden entstanden. Eine weiteres Festhalten an der Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde sei so nicht mehr von der UWG-Saterland zu verantworten“, so Hericks weiter. Darauf erklärte auch Heinrich Müller selber den Verzicht seiner Kandidatur.

Das 2012 gegründete „Königreich Deutschland“ hält sich für einen souveränen Staat und hält den Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland für nicht existent. Es gibt unter anderem eine eigene Bank, eigene Währung, eigene Krankenkasse und eigene Papiere.  Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet das „Königreich Deutschland“ der sogenannten „Reichsbürger“-Szene zu.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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