HARKEBRüGGE - Ein ganz normaler Tag in St. Ansgar: Zwei Männer schleppen Eimer mit Wasser in die Kirche. Mehrere Frauen hieven eine Bank zur Seite, und der aus Holz geschnitzte Josef hat gerade einen Putzlappen im Gesicht. Ein ganz normaler Tag eben – zumindest wenn Großreinemachen angesagt ist in der katholischen Kirchengemeinde.

Seit es die Pfarrgemeinde gibt, wird zweimal im Jahr zum Putzen aufgerufen. Immer vor Ostern und Weihnachten. „Wer Zeit und Lust hat, der kommt und hilft mit“, erklärt Elisabeth Frerichs das Prinzip. In diesem Jahr packen Karin Thomann, Erna Bäker, Maria Witten, Doris Rehme, Elisabeth Timmermann, Sefa Grave, Irmgard Güntner, Renate Sassen, Marie Hagen, Elisabeth Frerichs, Ewald Röben, Kurt Höhl und die achtjährige Karina mit an. Ein wenig Routine ist da schon zu erkennen, wenn der Altar schnell abgewischt, unter den Bänken gefeudelt und die Holzfiguren vorsichtig entstaubt werden.

Rund anderthalb Stunden brauchen die Frauen und Männer für die gesamte Kirche. Wirklich kniffelig wird es nur beim Putzen der Orgelpfeifen. Aber auch darin sind die Gemeindemitglieder schon geübt. Viele helfen seit Jahren beim großen Frühjahrs- und Herbstputz mit. „Viele, die sonst auch mit dabei sind, konnten diesmal leider nicht“, berichtet die Küsterin Karin Thomann. Länger als sonst wird das Putzen in diesem Jahr aber trotzdem nicht dauern. Und danach können sich die Helfer dann wie immer bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ausruhen.