Jeverland - „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ – das ist das Motto des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Auch im Jeverland beteiligen sich zahlreiche Museen und Einrichtungen daran.

Geöffnete Denkmäler am 8. September

Jever  Bethaus am Elisabethufer: eine der ältesten Baptistenkirchen Deutschlands; Besichtigungen und Führungen von 11.15 bis 13 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr. Das Kirchencafé bietet kostenlos Kaffee, Tee und Kuchen. Edo-Wiemken-Denkmal und Stadtkirche: Führungen um 12, 14 und 17 Uhr; 15 Uhr Führung und Erkundung für Schulkinder.  St. Annen-Kapelle (Wittmunder Straße: 16 Uhr Besichtigung/Führung  Schlachtmühle Hooksweg: Apfelfest, Aktionen und Mühlenführungen

Sande  Historische Sielanlage/Mariensiel: 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr; Führungen nach Bedarf, Kaffee und Kuchen im Sieltorbereich Domäne Altmarienhausen mit Küsteum: 10 bis 18 Uhr Wedelfelder Wasserschöpfmühle/Neustadtgödens: 14 bis 17 Uhr Oberahmer Peldemühle/Neustadtgödens: 11 bis 13 Uhr  Ev.-luth. Kirche/Neustadtgödens: 14 bis 17 Uhr  St. Magnus-Kirche/Sande: 9.30 bis 16 Uhr; Führung um 11 und 14 Uhr Kath. Kirche St. Joseph/Neustadtgödens: ab 8 Uhr ehemalige Synagoge/Neustadtgödens: 11 bis 17 Uhr Museum im Landrichterhaus/Neustadtgödens: 11 bis 17 Uhr, Gästeführung zur Synagoge um 15 Uhr

Schortens  St. Stephanus-Kirche: 11 bis 16 Uhr

CarolinensielSielhafenmuseum: 10 bis 18 Uhr alle Häuser geöffnet; 14 bis 17 Uhr, historischer Kaufmannsladen; 11 bis 17 Uhr Kreativworkshop „Englische Keramik“ (ovales Bild); 14 Uhr, Führung zu den geplanten Veränderungen; 16 Uhr plattdeutsche Erzählungen „Dat kumt at dat kumt“ mit Helga Teten. Museumshafen: 11 bis 17 Uhr Open Ship auf Traditionsschiffen; 11 Uhr, Ortsführung.

Denn: Architektonische Umbrüche hat es bei den alten Bauten im Lauf der Geschichte zahlreiche gegeben. „ Kaum ein anderes Gebäude in Jever zeigt die verschiedenen Stilepochen so deutlich wie das Schloss: Hier verwirklichten sich über Jahrhunderte die unterschiedlichsten Baumeister“, sagt Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander.

Das Schlossmuseum bietet daher um 11 Uhr eine kostenlose Führung zum diesem Thema an. Für Kinder hält die Museumspädagogik ein Kulissentheater der besonderen Art vor: In der Schlosswerkstatt im Eulenturm wird mit Papier und Schere das Schloss nach eigenen Vorstellungen umgestaltet.

Auch in Jevers Stadtkirche mit Edo-Wiemken-Grabmonument finden Führungen statt – dabei wird auch ein Blick auf den Kirchenbrand vor 60 Jahren geworfen, nach dem das Ensemble aus moderner Kirche und altem Chor seine Gestalt erhalten hat.

Zahlreiche Brüche – sowohl in der Architektur als auch in der Nutzung – hat das Gebäude der Synagoge in Neustadtgödens erlebt: Die Juden von Neustadtgödens setzten 1852/53 ein deutliches Zeichen von Selbstbewusstsein mit dem Bau einer freistehenden Synagoge. Über 80 Jahre diente sie der jüdischen Gemeinde als Bethaus, bis sie aufgegeben werden musste.


Schon während dieser Zeit musste die Synagoge erweitert und folglich umgebaut werden. Als eine der wenigen unzerstörten Synagogen Deutschlands erfuhr das Gebäude nach dem Krieg mehrere Umnutzungen, die sich auch baulich drastisch auswirkten: So wurde die ehemalige Synagoge zunächst als Wohnhaus, später als Feuerwehrgerätehaus umfunktioniert. Diese architektonischen Umbrüche sind im äußeren Gestaltungsbild, aber auch durch die verschiedenen Nutzungsarten im Inneren erkennbar. Um diese architektonischen Besonderheiten geht es bei einer Gästeführung in und um die Synagoge. Anmeldungen sind erforderlich unter Tel. 04422/95 88 35 bzw. gemeinde@sande.de.

Dr. Heike Ritter-Eden vom Sielhafenmuseum in Carolinensiel nimmt das Motto zum Anlass, um ab 14 Uhr auf die „Umbrüche“ in Vergangenheit und Zukunft aufmerksam zu machen. Der Eintritt zum Tag des offenen Denkmals ist frei.