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Baltic Sea Circle Barßeler mit altem Volvo auf abenteuerlicher Rallye um die Ostsee

Barßel/Nordkap - Langsam, aber auch wirklich nur ganz langsam kann sich Axel Eickhorst wieder an sein trautes Heim in Barßel gewöhnen. „Wenn man 16 Tage zehn bis 12 Stunden täglich im Auto saß und nur in Zelten und kleinen Hütten geschlafen hat, kommt einem das Zuhause erstmal ungewöhnlich vor“, sagt der Barßeler. Hinter ihm liegt ein echtes Abenteuer: Zusammen mit seinem Sohn Kai Brunßen-Gerdes hat er an der Rallye Baltic Sea Circle teilgenommen und in den letzten zwei Wochen 7720 Kilometer zurückgelegt.

Volvo hält gut mit

Ihr Gefährt: Ein Volvo V 70 Baujahr 1997. „Er war ein treuer Begleiter. Kurz vor Ende der Tour ist ein Seil bei der Handbremse kaputtgegangen, aber das war schnell repariert. Ansonsten hat das Auto die ganze Tour mitgemacht“, freut sich Eickhorst im Gespräch mit unserer Redaktion. Und die Tour hatte es in sich. Ohne Navi und ohne die Autobahn zu benutzen, ging es von Hamburg aus über Dänemark nach Schweden. „Dort erwartet uns dann die erste Aufgabe. Auf einem Autofriedhof mitten in einem Wald sollten wir einen alten Tourbus von Abba finden, der dort vor sich hinrottet. Das war schon ein ziemlich abenteuerliche Aufgabe“, so Eickhorst.

Eine andere Aufgabe war es, eine kleine blaue Büroklammer, die die beiden am Start bekommen hatten, gegen etwas Wertvolles zu tauschen. „Das haben wir an einem See in Schweden gemacht. Eine sehr nette deutsche Urlauberin gab uns dafür eine Flasche Wein. Die haben wir aber als Andenken mit nach Hause genommen“, erzählt Axel Eickhorst.

Im Anschluss ging die Etappe weiter Richtung Polarkreis, Richtung Norwegen und Nordkap. „Es wurde bergiger und damit schlug auch das Wetter um. Dort konnten wir noch richtig viel Eis und Schnee sehen“, sagt der Abenteurer. Mit einer kleinen Fähre setzten die beiden über zur Inselgruppe Lofoten. Dort fand das erste große Treffen der Rallye-Teilnehmer direkt am Strand statt – bei schönstem Frühsommerwetter. „Da konnte ich nicht anders. Wenn ich schonmal da bin, musste ich einfach in dieses Polarmeer springen“, sagt Kai Brunßen-Gerdes. Am Nordkap selbst hat die Touren-Fahrer besonders die Mitternachtssonne beeindruckt. „Das war ein verrücktes Erlebnis. Sechs Tage lang war es eigentlich immer hell“, berichtet Eickhorst.

Nach dem recht kühlen Abstecher zum Nordkap wurde es heiß – rund 30 Grad – und sehr lang. „Wir sind quer durch Finnland bis nach Helsinki gefahren. Das hat sich echt gezogen. Da ist uns stundenlang kein einziges Fahrzeug entgegen gekommen“, erzählt der Barßeler. Von Helsinki ging es rüber ins Baltikum, nach Tallinn. In Estland fand das nächste Treffen statt, wo die Rallye-Teilnehmer mit estnischer Volksmusik unterhalten wurden.

Als Zweiter durchs Ziel

Nach einer Etappe durch Lettland und einem Stopp beim Berg der Kreuze in Litauen ging es durch Polen zurück nach Deutschland. Und dann geschah das kleine Wunder – das Team aus Barßel und Oldenburg schaffte es als Zweites durch die Ziellinie. „Da waren wir echt überrascht – und aber auch ziemlich geplättet nach dieser verrückten Tour“, sagt Eickhorst. Ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sind, wissen sie noch nicht: „Ausschließen wollen wir das auf keinen Fall, aber vielleicht wird es eine andere Tour vom gleichen Anbieter.“

Heiner Grunert-Elsen
Heiner Grunert-Elsen Redaktion Münsterland
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