CLOPPENBURG - Nicht einmal im Traum hatte die Rastederin Nadine Corterier daran gedacht, bei den Weser-Ems-Meisterschaften in der Klasse der Reiter und Senioren in Cloppenburg gleich in der ersten Wertungsprüfung zu siegen und sich im Sattel der achtjährigen Oldenburger Stute Traversale OLD an die Spitze der Meisterschaftswertung zu setzen. Ich hatte zwar gestern im Training ein gutes Gefühl, aber dass es heute zu funktionierte, ist schon ein Traum, strahlte die Pferdewirtin.
Ich wollte schon immer mal über 300 Punkte in einer S-Dressur von einem Richter, war Corterier überglücklich. Gleich zwei Richter bewerteten ihre und Traversales Leistung mit über 300 Punkten. Der dritte Richter lag mit 297 Punkten knapp darunter. Traversale OLD hat alles richtig gemacht, lobte die 26-Jährige. Der Erfolg der Oldenburgischen Landesmeisterin von 2009 kam nicht von ungefähr. Schon beim Maiturnier in Meppen nd in der Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal beim Internationalen Dressurfestival Lingen zeigte das Paar Topleistungen.
Dieter Weichert, Trainer der Rastederin, nach der Cloppenburger Vorstellung. Beide haben kaum Schwachstellen gezeigt. Traversale OLD ist erst acht Jahre und hat sicher noch eine große Karriere vor sich. Mit dem Sieg ist Corterier, die bisher noch keine Medaille bei den Weser-Ems-Meisterschaften erringen konnte, Topfavoritin für die Goldmedaille.
Ich habe auch vorher gewusst, dass ich den Titel hier nicht verteidigen kann, stellte ohne Groll nach der Prüfung Vorjahresmeisterin Kira Wulferding vom RFV Holzhausen fest. Nadine Corterier sei in den letzten Wochen einfach durch viele sehr gute Leistungen aufgefallen. Ich bin trotzdem sehr gut zufrieden, verwies sie auf 888 Punkte, die sie auf Wintermärchen erreichte. Rang zwei in der Prüfung und in der Meisterschaftswertung! Mit ihrem Siegerpferd des Jahres 2011 Callas FH brachte es Wulferding auf 886 Punkte. Das bedeutete Platz drei der Wertung. Silvia Kuffner vom RV Ganderkesee mit His Heini kam mit 802 Punkten auf Rang vier, belegt aber in der Meisterschaft vor den noch ausstehenden Prüfungen den Bronzerang, da jeder Reiter in der Meisterschaft nur mit einem Pferd gewertet wird. Es bleibt bis Sonntag in der Dressur spannend. Da waren viele Vorstellungen einfach granatig, stellte Turnierleiterin Angela Schrand fest.
