„Die Menschen haben Lust auf Urban-Gardening“, weiß der Oldenburger Gärtnermeister aus Erfahrung der letzten Jahre. Grüne pflegeleichte Stadt-Oasen auf wenig Raum, die für Erholung sorgen und zum Naschen einladen, seien gefragt.
Auch um dem Nachwuchs zu erklären, wie die Tomate ursprünglich entstehe, sei ein häufig genanntes Motiv des gemeinschaftlichen Gärtnerns.
Kaufen, gießen, ernten
Das Besondere an OTTO – abgesehen von seiner Namensverwandtschaft zu dem aus Emden stammenden deutschen Komiker Otto Waalkes – ist die wertige und fertige Pflanze inklusive Tontopf. Die Tomate braucht nur an einen sonnigen Platz gestellt und regelmäßig gegossen und gedüngt werden, bis die Minitomaten erntereif sind. So einfach geht Gärtnern.
Regionales Eigenprodukt
Und: OTTO stammt direkt aus der Oldenburger Stadtgärtnerei. „Ich bin der einzige noch selbstproduzierende Gärtner in Oldenburg“, ist Inhaber Stefan Tinneberg stolz auf die Regionalität seiner Produkte. Regionale Bezugsquellen als Qualitätsmerkmal ist durch alle Einkommens- und Altersstufen wieder gefragt, wie seine Umfragen unter Kunden, Bekannten oder Kollegen ergeben.
An zwei Oldenburger Standorten erhältlich
Die Oldenburger Tomaten aus eigener Produktion im Topf, kurz OTTO, eignet sich für den kleinen Stadtgarten ebenso wie für Balkon und Terrasse. Ein trockener Standort sei immer gut, ein Schutzdach bei diesen robusten Züchtungen aber nicht zwingend erforderlich, erklärt der 49-Jährige. Insgesamt fünf neue Tomatensorten in zwei Größen bietet der Experte an der Hundsmühler Straße 76 und in seiner Filiale am Friedhof Eversten, Hauptstraße 122 an. Verkaufsstart ist heute ebenfalls bei seinem befreundeten Fachkollegen Michael Löschau im „Oldenburger Wohngarten“ im Stadtteil Etzhorn am Stubbenweg 29.
Naschtomaten auf für die jüngere Generation
„OTTO“ ist nicht nur eine Bereicherung für erfahrene Hobbygärtner, die regionale Pflanzen bevorzugen, besonders ansprechen möchte Stefan Tinneberg auch die sogenannten Millennials (auch Generation Y genannt), sprich die junge Generation, die ohne eigenen Garten auch auf Balkon und Terrasse ein Gefühl als Selbstversorger erleben und mit Naschgemüse genießen möchte.
Kompakter Wuchs erspart das Ausgeizen
Eigens entwickelt wurde das Logo für die neue Tomaten-Marke, die nur in Oldenburg erhältlich ist.
Bis zum Verkaufsstart sind spannende Monate vergangen. Die ersten Sortenversuche gab es im letzten Jahr. Robust, ertragssicher, pflegeleicht und kleinwüchsig lauteten die Anforderungen an die Neuzüchtungen, die von Stefan Tinneberg in eigenen Gewächshäusern veredelt wurden. Fünf Sorten mit einer Höhe zwischen 40 bis 60 cm sind aus der Testserie hervorgegangen, die alle Wunschmerkmale erfüllen: lecker, ertragssicher, unkompliziert und wenig anfällig.
Der kompakte Wuchs erweist sich als Pflegevorteil: „Man braucht sie nicht ausgeizen, denn sie bilden bei jedem kleinen Austrieb in der Blattachse sofort einen Blütentrieb“, erklärt Tinneberg, der insgesamt neun Mitarbeiter beschäftigt.
Tomatenliebe entdeckt
Seine Vorliebe zur Tomatenzüchtung hat der Gärtnermeister bereits vor drei Jahren entdeckt, ehe ihm die zündende Marketing-Idee einer Topf-Tomate kam. Kultiviert werden sie nach Bio-Richtlinien. „Ich setze u.a. Nützlinge ein nach dem Naturprinzip Fressen und Gefressen werden. Gegen die Weiße Fliege lasse ich Schlupfwespen frei. Die legen ihre Eier in die Blattlaus. Ihre Larve frisst die Laus quasi von innen hohl. Mehltau beuge ich mit Natriumhydrochlorid (ähnlich wie Backpulver) vor. Weitere Schädlinge spielen durchweg keine Rolle, ab Juni kann die Spinnmilbe im Spiel sein.
Die Oldenburger Topftomate gibt es ab sofort in zwei Preisklassen ausschließlich an den Oldenburger Standorten.
