IM NORDWESTEN - Der Klimawandel könnte ab 2040 nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu deutlich mehr ­extremen Regenfällen und Überschwemmungen in Deutschland führen. „Insbesondere in küstennahen Gebieten könnte sich deren Anzahl, verglichen mit dem Zeitraum 1960 bis 2000, sogar verdoppeln“, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker. Als extreme Niederschläge gelten Regenmengen von je nach Region 10 bis 100 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden.

Die Sommer könnten zwar niederschlagsärmer, die Regenfälle aber auch hier umso heftiger werden. Bis Ende des Jahrhunderts könnten Durchschnittstemperaturen wie in Venedig auftreten, sagte Becker. Bisher fallen in Deutschland laut Wetterdienst pro Jahr im Schnitt 789 Liter pro Quadratmeter. Daran werde sich in der Summe bis zum Jahr 2100 nicht viel ändern, sagte Becker. „Allerdings werden die Sommer trockener und die Winter nasser.“