Neerstedt - War das eine Zitterpartie! Angst und Spannung waren bei den Handballerinnen des TV Neerstedt nach der 26:28 (13:14)-Niederlage gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn am Samstag angesagt. Denn die Rettung aus eigener Kraft in der Oberliga hatte das Team von Trainerin Cordula Schröder-Brockshus damit verpasst. Nun hieß es Warten, eine Stunde lang, ehe die Partie des direkten Konkurrenten HSG Bützfleth/Drochtersen gegen die HSG Osnabrück beendet war. Auch dort war es dramatisch bis zur letzten Sekunde. Letztendlich konnte aber auch der Tabellenvorletzte nicht gewinnen (22:23), und somit konnten die Neerstedterinnen als Tabellenelfter doch noch den Klassenerhalt bejubeln.
„Das waren nervenaufreibende Minuten, bis das Ergebnis feststand“, sagte Schröder-Brockshus, die mit ihrer Mannschaft in der Kabine per Liveticker das Geschen in Bützfleth verfolgte. Dabei hätte sich ihre Mannschaft das Zittern mit einem Sieg gegen die Ammerländerinnen schon vorher ersparen könne. Doch Neerstedt schaffte es nicht, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. So war der Heimmannschaft schon deutlich anzumerken, dass mit der verletzten Jette Weiland eine wichtige Spielerin fehlte, denn die Offensive zeigte sich phasenweise viel zu ungefährlich. Bereits nach fünf Minuten langen die Gäste mit 5:1 vorne. Schröder-Brockshus nahm ihre erste Auszeit und versuchte, ihr Team besser auf den Gegner einzustellen. Doch auch danach zeigten die Landkreislerinnen Schwächen. Erst nach dem 5:10 kamen die Gastgeberinnen besser in Fahrt, besonders Kreisläuferin Johanna Stuffel wurde mehrfach glänzend angespielt. Als Nadja Albes kurze Zeit später per Strafwurf das 11:11 erzielte, schien das Team im Spiel zu sein.
Nach Wiederbeginn blieb Neerstedt bis zum 15:15 dran, und auch einen 18:21-Rückstand holte der TVN wieder auf (23:23). Doch die Hoffnung währte nur kurz, und mit drei Toren in Folge sorgte die SG für eine Vorentscheidung.
So haderte die TVN-Trainern kurz nach Spielende noch mit dem Spiel ihres Teams: „Wir waren über weite Strecken viel zu ungefährlich im Angriff. Auch stimmte die Abstimmung in der Defensive nicht immer“. Eine Stunde später überwog aber auch bei ihr die Freude: „Ich hoffe, dass der Klassenerhalt nun endgültig ist. Wir freuen uns schon auf die nächste Saison!“
