Ganderkesee - Es ertönte ein kurzes Summen, schon öffnete sich die schwere Haustür an der Grüppenbührener Straße 30. In dem Haus hat die Tischlerei Franz Reisch eine Musterwohnung für barrierefreies Wohnen eingerichtet. Am Montag war sie Ziel des SPD-Ortsvereins.

„Wir wollen gerne sehen, was in der Gemeinde los ist“, begründete Christel Zießler den Besuch bei Reisch. „Gerade das barrierefreie Wohnen ist ein sehr aktuelles Thema“, fügte Zießler hinzu. So hatten die Mitglieder der SPD-Ortsverbandes viele Fragen zu diesem Thema parat, waren aber zugleich über die vielen technischen Möglichkeiten in der Musterwohnung überrascht.

„Es steckt bei uns vieles im Detail“, sagte Ursula Reisch, während sie im Flur den interessierten Mitgliedern die Licht-Systeme erläuterte. „Bei barrierefreiem Wohnen wird auch viel mit Farbkontrasten gearbeitet“, erklärte Ursula Reisch und wies auf die zweifarbigen Lichtschalter hin.

Individuelle Beratung sei bei barrierefreiem Wohnen ganz wichtig. Pauschal zu sagen, wer was braucht, sei hier nicht möglich. Aus Sicht von Ursula Reisch sinnvoll: höhenverstellbare Arbeitsflächen. „Das Konzept ist für jedermann geeignet, nicht nur für Personen die beispielsweise im Rollstuhl sitzen“, betonte Ursula Reisch. „Es ist Design für jedermann und auch für jedermann nutzbar.“

„Wir möchten immer auch wissen, ob es bei den Firmen Sorgen oder Nöte gibt“, kommentierte SPD-Fraktionschef Werner Brakmann den Besuch. Nicht nur die Wohnung stieß somit auf Interesse – auch über die Situation der Firma wollte sich SPD informieren. Besonders freute die Gäste, dass Franz Reisch von mehr als 35 Bewerbungen für dieses Jahr berichten konnte.