Oldenburg - Es war ein hartes Stück Arbeit, das die VfB-Fußballer am Mittwochabend im NFV-Pokal bei Oberligist SpVgg Drochtersen/Assel zu verrichten hatten. Letztlich siegte der Regionalligist vor 450 Zuschauern, darunter etwa 100 Oldenburger Fans, verdient 2:0 und muss nun im Viertelfinale am 21. August bei Ligarivale Goslarer SC antreten. Das dürfte eine weitaus schwierigere Aufgabe werden. Noch nie hat der VfB seit der Einführung dieses Wettbewerbs im Jahr 1956 diesen gewinnen können.
„Drochtersen/Assel hat mit Herz und Leidenschaft gekämpft – das hatte ich auch nicht anders erwartet, schließlich ist diese Region meine alte Heimat“, sagte Trainer Alexander Nouri, der in Buxtehude geboren wurde. Sein Team sicherte sich im etwa 40 Kilometer weiter nordwestlich gelegenen Drochtersen mit einer starken Energieleistung das Weiterkommen.
„In der ersten Halbzeit waren wir deutlich überlegen, haben allerdings beste Chancen ausgelassen“, analysierte der VfB-Coach: „In der zweiten Halbzeit war schon zu spüren, das dem einen oder anderen das schwere Sonntagsspiel noch in den Knochen saß.“ So setzte der Oberligist den VfB nach dem Wechsel teilweise mächtig unter Druck, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen.
In der 85. Minute erlöste Addy-Waku Menga sein Team mit seinem zweiten Tor. Zuvor hatte der Angreifer, der schon beim 2:0 zum Regionalliga-Start am vergangenen Sonntag gegen Eintracht Braunschweig II doppelt getroffen hatte, kurz vor der Pause die Führung markiert.
„Etliche Spieler waren mit leichten Blessuren aufs Feld gegangen, haben dennoch auf die Zähne gebissen und mit Einsatzbereitschaft und Leidenschaft eine starke Moral gezeigt“, meinte Nouri. Diese Eigenschaften wollen die Oldenburger auch an diesem Sonntag (Anstoß um 15 Uhr) im Regionalliga-Spiel beim VfR Neumünster zeigen. „Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit zählen zu unseren besonderen Stärken“, sagte der VfB-Coach, der im Vergleich zum Braunschweig-Spiel drei neue Akteure brachte: Shaun Minns (24), Marten Niemeyer (22) und Maycoll Canizales-Smith (30). Letzterer hatte nach erteilter Freigabe seinen ersten Auftritt im VfB-Trikot. Er wurde zur Pause ausgewechselt. „Ihm fehlte die Bindung zur Mannschaft, weil er noch nicht viele Einheiten mittrainieren konnte“, erklärte Nouri.
Auch der vom Türkischen SV in die U 23 des VfB gewechselte Marten Niemeyer (22) kam zum Pflichtspieldebüt in der ersten Mannschaft. „Marten hatte bereits in der Vorbereitung gute Ansätze gezeigt. In Absprache mit U-23-Trainer Patrick Zierott wird er sicher eine Alternative für unser Team sein“, lobte Nouri den 22-Jährigen: „Marten musste leider verletzungsbedingt ausgewechselt werden, sonst hätte er auch durchgespielt.“
