Stenum - Während die Männer sich schiedlich friedlich torlos trennten, gab es beim Bezirksligaderby der Frauen Tore en masse – allerdings nur auf einer Seite: Die Fußballerinnen des VfL Stenum deklassierten den VfL Wildeshausen mit 7:0 (4:0). Es war nebenbei der zweite Stenumer 7:0-Kantersieg in dieser Spielzeit.

Der Sieg war laut Stenums Coach Maurice Kulawiak „komplett verdient“, allerdings konnte sich Kulawiak nach Abpfiff nur bedingt freuen und sprach seinem Gegenüber auf Wildeshauser Seite, Sven Flachsenberger, sein Mitgefühl aus: „Wildeshausen fehlten ganz viele Spielerinnen, die sie durch die zweite Mannschaft aufgefüllt haben.“ Trotz des deutlichen Endstands hätten die Gäste eine gute Leistung auf den Rasen gebracht.

Lob hin oder her, an der haushohen Stenumer Überlegenheit gab es nichts zu rütteln. Innerhalb von zwölf Minuten war die Partie zugunsten des Viertplatzierten entschieden: Pia von Kosodowski eröffnete das Torfestival nach 20 Minuten. Sie legte nur neun Minuten später das 3:0 nach, zuvor hatte Ann-Kristin Willms das zweite VfL-Tor erzielt (23. Minute). Mirja Budde gelang in der 33. Minute das 4:0.

Kulawiak gab aber auch zu, dass er mit einem härteren Spiel gerechnet hatte: „Alles war super fair“, wunderte sich Stenums Coach. Dafür konnten seine Spielerinnen weitere Akzente setzen und das Ergebnis in die Höhe schrauben. Nur die Tore verteilten sich fortan nicht auf mehrere Schultern, sondern gingen komplett auf ein Konto: „Knipserin“ Willms – aktuell acht Saisontore – markierte mit teilweise sehenswerten Kombinationen einen lupenreinen Hattrick (48., 52., 65.).