Oldenburg - Unumstrittener Stammtorhüter, absoluter Führungsspieler und seit dieser Woche der neue Kapitän: Mansur Faqiryar startet in seine fünfte Spielzeit beim VfB. Im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II will der Keeper mit seinen Vorderleuten an diesem Sonntag (15 Uhr, Marschwegstadion) einen erfolgreichen Start in die neue Saison in der Fußball-Regionalliga erwischen.
„Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt – alles andere wäre und ist Wunschdenken“, erklärt Faqiryar, der mit seinen Paraden und seiner Präsenz seinen Beitrag dazu leisten will, dass der Verbleib in Deutschlands vierthöchster Spielklasse diesmal deutlich früher als in der vergangenen Spielzeit gesichert ist.
„Wir gehören in diese Liga“, meint der Torhüter, dessen größtes persönliches Ziel ist, „gesund zu bleiben. Ich weiß es zu schätzen, täglich mit den Jungs auf dem Platz stehen zu dürfen. Es gibt nichts Schöneres“, meint der 27-Jährige, der 2011 mehr als ein halbes Jahr aufgrund eines Kreuzbandrisses aussetzen musste.
„Eine falsche Bewegung, ein blödes Foul – und man muss zuschauen. Das hat man aktuell wieder bei Henne und Alex gesehen“, sagt Faqiryar mit Blick auf Alexander Baal (Bänderverletzung) und Hendrik Großöhmichen (Adduktorenzerrung). Letzterer ist aber anders als Baal (fehlt noch mehrere Wochen) und Tim Petersen (Zehenprellung) rechtzeitig zum Saisonauftakt gegen Braunschweig II wieder fit. Maycoll Canizales ist keine Option, weil die Freigabe noch fehlt.
Großöhmichen ist einer von 13 Neulingen, wenn man die zum Ende der Vorsaison aus der U 19 aufgerückten Franko Uzelac und Marcel Gottschling dazuzählt. Kurz vor dem Start wurde noch Musa Karli (zuletzt bei Drittligist Darmstadt 98) geholt.
Faqiryar gehört zu den zehn verbliebenen Spielern, die den Großteil der vergangenen Spielzeit mit dabei waren.
„Wir haben wieder eine fast runderneuerte Truppe. Es wäre falsch, jetzt alles hochzujubeln. Genauso falsch wäre es auch, jetzt alles schlechtzureden“, sagt Faqiryar, der das Team trotz der Fluktuation auf einem guten Weg sieht, zu einer funktionierenden Einheit zusammenzuwachsen.
„Jedes Jahr hatte gute und schlechte Seiten“, blickt der Torhüter, der 2009 vom FC Oberneuland kam, auf seine vier Jahre beim VfB zurück. „Das aktuelle Team ist schon jetzt eine sehr harmonische Truppe“, sagt er und ergänzt: „Das war in dieser Ausprägung zu diesem frühen Zeitpunkt in den vergangenen Spielzeiten nicht der Fall.“
Seinem Kapitänsamt misst Faqiryar nicht allzu viel Bedeutung bei. „Alle sind in der Verantwortung“, sagt der Torhüter, der den ersten Anpfiff herbeisehnt: „Die Jungs sind heiß auf die neue Saison, die Fans sind heiß auf die neue Saison. Die Vorbereitung war lang genug – ich bin froh, dass es endlich losgeht.“
