Westerstede - Als Britta und Mario Schmidt erfuhren, dass ihr Sohn Aaron das Down-Syndrom hat, standen sie vor einer ganzen Reihe Probleme: Wo müssen wir mit dem Kind hin? Welche Herausforderungen kommen da auf uns zu? Wer kann uns weiterhelfen? Wie organisieren wir den Familienalltag mit unseren anderen Kindern? Von medizinischer Seite habe es schnelle und gute Hilfe gegeben. Ein Ansprechpartner aber, der mit Rat und Tat zur Seite stand, Tipps geben konnte und wusste, an wen man sich mit bestimmten Problemen wenden konnte, fehlte.
Damit andere Eltern von Kindern mit Downsyndrom es leichter haben, hat das Ehepaar zusammen mit dem Kinderschutzbund eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen. Die Treffen finden in den Räumen des Kinderschutzbundes, Poststraße 18, statt. „Wir möchten damit einfach einen Raum anbieten, in dem sich die Eltern austauschen und gegenseitig Rat geben können“, erklärt Mario Schmidt. Es gebe zwar durchaus Hilfen für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom. „Allerdings sagt einem niemand, dass es sie gibt.“ Es existiere keine zentrale Anlaufstelle. So sei man erst nach eigenhändiger Recherche dahinter gekommen, dass die Krankenkasse in solchen Fällen eine Haushaltshilfe zur Verfügung stellt.
Besonders wenn eine Familie ins kalte Wasser geworfen wird, wie die Schmidts, stehen die Betroffenen erst einmal unter Schock. „Die Diagnose kam erst rund drei Monate nach der Geburt, als Aaron wegen eines Herzfehlers, der bei fast allen Kindern mit Down-Syndrom auftritt, ins Krankenhaus musste“, erzählt Britta Schmidt. Kein Arzt habe die Behinderung ihres Sohnes vorher festgestellt.
Aaron ist jetzt drei Jahre alt und geht in den Kindergarten. Das verschafft seinen Eltern etwas Luft. Von den Treffen der Selbsthilfegruppe erhoffen sie sich natürlich auch selbst ein paar nützliche Ratschläge von anderen Eltern mit Kindern, die am Down-Syndrom leiden.
Das erste Treffen findet am Sonnabend, 20. September, dem Weltkindertag, von 15 bis 17 Uhr statt. Für Rückfragen steht Mario Schmidt unter
