CLOPPENBURG - Planungssicherheit zu haben, ist meistens eine schöne Sache. Auf den Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg trifft dies aber – wie so vieles andere auch – nicht zu. Vier Tage vor der Jahreshauptversammlung wollen die Spieler des Trainergespanns Jörg-Uwe Klütz und Mario Neumann die Planungssicherheit für die fünfte Liga abwenden. Für das Schlusslicht zählt dabei an diesem Freitag (Anstoß: 19 Uhr) an der Friesoyther Straße gegen die Sportvereinigung 07 Elversberg einmal mehr nur ein Sieg.
Darauf, warum ausgerechnet gegen die Saarländer, die der BVC im Hinspiel dank einer großen kämpferischen Leistung und des goldenen Tores von Kai Koitka mit 1:0 bezwungen hat, der Fluch von zehn sieglosen Partien in Serie beendet wird, hat BVC-Co-Trainer Neumann eine banale Antwort. „Jede Serie reißt einmal. Und unsere ist ja wohl lang genug.“
Intensiv aufgearbeitet haben die Cloppenburger den grottenschlechten – weil leb- und wehrlosen – Auftritt beim 0:3 gegen Leverkusen II. „Die Jungs müssen eine Trotzreaktion zeigen“, fordert Neumann. Allerdings wird beim BVC schon seit Wochen nur geredet. Taten blieben aus, auch wenn die Soestestädter mehrfach kurz davor waren, das dringend benötigte Erfolgserlebnis einzufahren.
Welche Elf es am Freitag richten soll, steht derweil noch in den Sternen. Gesperrt ist diesmal keiner. Dennis Yilmaz fällt aber bekanntlich mit einer Innenbandverletzung länger aus. Zudem konnten Jan-Philipp Rose (Knieprobleme), Moritz Steidten (Bronchitis) und der zuletzt zumindest phasenweise starke Kai Koitka nur eingeschränkt trainieren. „Mal sehen, wen wir ins Rennen schicken. Vielleicht fällt uns ja noch der richtige Schachzug ein“, sagt Neumann.
Abwarten müssen die Cloppenburger, welches ihrer im bisherigen Saisonverlauf facettenreichen Gesichter die Gäste zeigen. Zuletzt verloren sie daheim das prestigeträchtige Derby gegen Eintracht Trier 0:1. Verlass ist bei den Gästen auf die Defensive, die erst 30 Gegentore kassiert hat. Nur zwei Teams der Liga haben noch weniger Tore kassiert. Im Angriff sieht’s nicht so gut aus: Elversberg hat erst 33 Buden gemacht – gleichbedeutend mit Platz 17.
Zahlen, die den BVC aber nicht zu interessieren haben. Wollen die Cloppenburger die Hoffnung auf ein Fußballwunder am Leben erhalten, müssen sie am Freitag rennen, rackern, beißen und ein Tor mehr erzielen als der Gegner. Fünf Tage später nur aus statistischen Gründen nach Ludwigshafen zum FSV Oggersheim zu reisen, käme einer Höchststrafe gleich.
