Wildeshausen - Komplett chancenlos waren die Volleyballer des VfL Wildeshausen am letzten Oberliga-Spieltag beim TV Baden II. Die Wildeshauser kassierten am Samstagnachmittag eine 0:3-Niederlage (21:25, 13:25, 19:25). Während für den VfL damit die erste Saison nach dem Aufstieg auf einem ordentlichen fünften Tabellenplatz endete, hatten die Badener noch die Chance auf die Meisterschaft. Diese verspielten sie im Anschluss aber durch eine 2:3-Pleite gegen die VG Delmenhorst-Stenum, so dass sich im Fernduell der VC Osnabrück den Titel sicherte.
Einmal mehr in der Rückrunde waren die personellen Voraussetzungen beim VfL auch vor dem letzten Saisonspiel nicht die besten. Da kurzfristig Marco Backhus mit einer Erkältung auch noch ausfiel, war das Team komplett ohne Ersatzspieler nach Baden gereist. „Wenn auch der Einsatz stimmte, merkte man der Mannschaft an, dass der letzte Wille einfach nicht da war, da es für uns um nichts mehr ging“, konstatierte Spielertrainer Frank Gravel. So fehlte in einigen Situationen die Bereitschaft zur Sicherung der Angriffe und Abwehr der gegnerischen Bälle.
Im ersten Satz führte Wildeshausen kurz mit 3:1, lag dann aber mit 9:14 hinten. Auf 14:14 kam der VfL zwar noch einmal heran, leistete sich dann aber einen kollektiven Aussetzer. Beim Stand von 15:24 konnten immerhin sechs Satzbälle abgewehrt werden, danach machten die Gastgeber den Sack zu. In den folgenden beiden Sätzen gerieten die Wildeshauser von Anfang ins Hintertreffen und liefen den Rückständen jeweils erfolglos hinterher.
„Zum Glück ist die Saison zu Ende“, meinte Gravel. Nach einer erfolgreichen Hinserie brachten Verletzungen den VfL zunehmend aus dem Rhythmus, so dass die Mannschaft von der Tabellenspitze ins Mittelfeld stürzte und die heimlichen Aufstiegsträume platzten. „Daraus muss die junge Mannschaft für die nächste Saison ihre Lehren ziehen. Die gute Hinserie war aber der Garant dafür, dass man in der kommenden Spielzeit erneut in der Oberliga an den Start gehen kann“, hielt der Spielertrainer fest.
Aufstellung VfL: Frank Gravel, Torben Dannemann, Helge Mildes, Maik Backhus, Paul Schütte, Frederik Bartelt, Linh Nguyen
