FRIESOYTHE - Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni erneut leicht gesunken. Im Juni waren 1921 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 7,4 Prozent. Damit verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Mai (1989/7,7 Prozent) um 68. Vor einem Jahr hatte die Quote noch 6,8 Prozent betragen.

Die 1921 Arbeitslosen, 1019 von ihnen sind Männer und 902 Frauen. Bei den Frauen ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 15 zurück, bei den Männern um 53.

Im Juni meldeten sich insgesamt 482 Personen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 116 Personen mehr als vor einem Jahr (das entspricht einem Plus von 32 Prozent). Gleichzeitig beendeten 539 Personen ihre Arbeitslosigkeit, sechs Personen oder ein Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Der scheidende Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Friesoythe, Georg Bührmann, registriert eine negative Entwicklung bei Jugendlichen bis 25 Jahre. Die Arbeitslosigkeit stieg in dem Bereich gegenüber dem Monat Juni 2008 um 29,3 Prozent an: „Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Auszubildende nach Bestehen der Abschlussprüfung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden.“ Die Agentur für Arbeit bemühe sich, mit beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen die jungen potentiellen Arbeitnehmer besser für den Arbeitsmarkt zu rüsten.


Die Zahl der offenen Stellen hat im Vergleich zum Mai 2009 abgenommen: Im Juni waren 292 Stellenangebote registriert. Das ist gegenüber Mai ein Minus von 41 Stellen. Bührmann: „Durch den Rückgang der Stellenangebote und den Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr zeigen sich die ersten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nun auch bei uns.“ Allerdings sei der Rückgang der Stellenangebote im Vergleich zu den Vormonaten mit der Ferien- und Urlaubszeit zu begründen. Doch pessimistisch ist Bührmann nicht: „Es besteht die Hoffnung, dass sich dieser negative Trend nach der Ferienzeit aufgrund des noch immer stabilen Arbeitsmarktes hier nicht weiter fortsetzt.“

Einen wichtigen Hinweis macht Georg Bührmann noch: Einfluss auf die aktuellen Arbeitslosenzahlen habe die im Mai eingeführte Änderung der Zählweise, wonach Jobsucher, die gerade in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung beschäftigt sind und etwa gerade von privaten Vermittlern betreut werden, nicht mehr als Arbeitslose gewertet werden.