Molbergen - Noch ist eine ganze Menge zu tun, aber Dr. Oliver Dürr ist sicher, dass am 11. November alles fertig ist. Dann soll Bischof Jan Janssen das neue Gotteshaus der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Molbergen einweihen. Nach dem um 15 Uhr beginnenden Gottesdienst gibt es noch einen kleinen Empfang, so Pastor Dürr beim Ortstermin.

Die Erweiterung der Kirche und ihrer Nebenräume war seit Jahren im Gespräch. Nach einer Visite gab es dann auch grünes Licht, und auch die Synode stand hinter den Molbergern. Die Erweiterung war überdies aber auch dringend nötig, denn die Gemeinde ist von seinerzeit 170 auf jetzt mehr als 1000 Mitglieder gewachsen, blickt Dürr zurück. Damit hat Molbergen Lastrup, Lindern und Cappeln eingeholt. Cloppenburg hat zum Vergleich etwa 7300 Lutheraner.

Die Molberger Gemeinde ist multikulturell: Neben Einheimischen sitzen auch Zugezogene aus Nordrhein-Westfalen oder Kasachstan zum Gottesdienst in den Kirchenbänken, was Dürr gut gefällt. Jeder bringe etwas anderes mit in die Gemeinde.

Der Gottesdienstraum selbst ist um gut ein Drittel erweitert worden. Das gelang, indem der alte Gemeinderaum angegliedert worden ist. Dafür ist in einem hinteren Neubauteil ein neuer Gemeinderaum entstanden, der ganz hell und lichtdurchflutet ist. Er wird von den Kreisen und Jugendgruppen genutzt. Außerdem hat Dürr jetzt auch ein Büro, in dem er zum Beispiel einfach mal ein vertrauliches Gespräch führen kann.


Im Kirchenraum wurde der Nadelfilz entfernt und der alte Fußboden wieder freigelegt. Das macht optisch schon etwas her, und um den Schall zu dämpfen, wurden an der Decke schallschluckende Elemente angebracht. Und ganz wichtig sei die große Küche - gerade für die Jugendarbeit.