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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

Viele Emotionen, aber keine Tore

22.10.2018

Wildeshausen Emotionen gab es am Sonntagnachmittag phasenweise reichlich, Tore blieben aber Fehlanzeige: Im Landkreisderby der Fußball-Bezirksliga trennten sich der VfL Wildeshausen und der VfL Stenum 0:0 – es war ein Remis der besseren und vor allem der unterhaltsamen Sorte. Die Wildeshauser (23 Zähler aus zehn Spielen) rückten damit zumindest einen weiteren Punkt an Tabellenführer TuS Obenstrohe (27 Punkte/elf Spiele) heran, der am Vormittag überraschend deutlich mit 0:6 bei Frisia Wilhelmshaven verloren hatte. Stenum steht gleichauf mit Wildeshausen auf dem dritten Rang.

Nachdem sich die beiden Trainer Marcel Bragula (Wildeshausen) und Thomas Baake (Stenum) während des Spiels in der einen oder anderen Szene verbal lautstark duelliert hatten, fanden sie nach dem Abpfiff sehr schnell wieder freundschaftlich zusammen. „Es gibt immer knifflige Situationen, bei denen die Emotionen hochkochen – das ist nach dem Spiel aber vergessen“, meinten sie unisono. Mit dem Ergebnis und vor allem der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Gäste-Coach Baake zufrieden. „Wir haben erneut in einem Auswärtsspiel gegen eine Spitzenmannschaft gezeigt, dass wir weiter gewachsen sind. Großes Kompliment vor allem für die zweite Halbzeit. Wir haben super gekämpft und kompakt gespielt. Das Remis ist aus meiner Sicht verdient.“

Bragula lobte die Stenumer einerseits ebenfalls für einen starken Auftritt, haderte andererseits aber nach dem Abpfiff immer noch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichter David Gäbe. „Ohne diese wäre es sicherlich nicht zum Remis gekommen“, ärgerte sich der Wildeshauser Trainer. Den größten Aufreger gab es kurz vor Ende der ersten Halbzeit. An der Mittellinie setzte sich Wildeshausens Stürmer Maximilian Seidel gegen Kristian Bruns durch. Der Stenumer strauchelte – ohne erkennbare gegnerische Berührung – und ging verletzt zu Boden, während Seidel wenig später alleine Richtung Stenumer Tor sprintete. Ein später Pfiff des Unparteiischen raubte den Platzherren allerdings die klare Chance.

Eine Führung der Heimmannschaft wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen. Sie hatte das Spiel gegen tiefstehende Stenumer nicht nur bestimmt, sondern war dabei auch zu einigen guten Chancen durch Seidel (15./20./35.), Sascha Görke (28.) und Thorben Schütte (42.) gekommen. Gleich mehrfach zeichnete sich dabei Stenums Torhüter Maik Panzram aus und parierte gut.

Im zweiten Abschnitt war es dann ein anderes Spiel. Jetzt agierte Stenum wesentlich druckvoller und hatte durch einen Kopfball von Lennart Höpker die erste Riesenmöglichkeit. Doch Torhüter Sebastian Pundsack tauchte schnell in die kurze Ecke ab und klärte zur Ecke (50.). Auf der anderen Seite zeigte Gäbe drei Minuten später auf den Elfmeterpunkt, nachdem Seidel von Marten Kämena zu Boden gerissen worden war. Doch der gut aufgelegte Keeper Panzram hielt den eher schwach geschossenen Strafstoß, den Seidel selbst ausgeführt hatte. Auch danach gab es auf beiden Seiten noch Chancen für den Siegtreffer. Einen Schuss von Höpker wehrte erneut Pundsack stark ab (78.) – Glück für den VfL, dass in dieser Szene der Abpraller nicht beim einschussbereiten Ole Braun landete. Im Gegenzug reklamierte Wildeshausen einen weiteren Elfmeter, weil Ole Lehmkuhl von Julian Dienstmaier gefoult worden war. Doch diesmal blieb die Pfeife des Referees stumm. „Für mich unerklärlich“, echauffierte sich Bragula, hielt aber fest: „Wir haben in der Offensive insgesamt zuviel Unvermögen gezeigt.“

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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