Wildeshausen - Als Zuschauer war er in den vergangenen eineinhalb Jahren häufiger im Krandel-Stadion anzutreffen – jetzt kehrt Lennart Feldhus auch auf dem Platz zum VfL Wildeshausen zurück. Der 25-Jährige verstärkt zur Rückrunde den Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga.

„Er ist als Freund gegangenen und kommt als Freund zurück“, sagt VfL-Trainer Marcel Bragula, der eigentlich während der Winterpause gar keine personellen Veränderungen geplant hatte. Umso mehr freut er sich nun aber über die Rückkehr des 1,95 Meter großen Stürmers. „Der Spielertyp passt sehr gut zu uns“, findet der VfL-Coach. Zwar sind die Wildeshauser mit Mittelstürmer Rene Tramitzke im Zentrum stark besetzt, doch der Torschützenkönig der vergangenen Saison kann aktuell beruflich bedingt nicht regelmäßig trainieren. „Da ist Lennart natürlich eine weitere optimale Option für uns“, erklärt Bragula.

Feldhus war im Sommer 2015 vom TV Munderloh in die Kreisstadt gewechselt und hatte während der beiden Landesliga-Spielzeiten (bis 2017) für den VfL gespielt, in der ersten Saison dabei mit seinen 14 Toren maßgeblich zum Erreichen des Klassenerhalt beigetragen. Nach dem Abstieg in die Bezirksliga zog es den Offensivmann dann studienbedingt Richtung Hannover, wo er sich dem Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen anschloss. „Ich habe aber damals schon gesagt, dass wir uns wiedersehen werden und ich zurückkommen möchte“, sagt Feldhus. Da er im kommenden Semester nur noch ein bis zwei Mal pro Woche in Hannover sein muss, hat er seinen Lebensmittelpunkt wieder ins heimische Wardenburg verlagert – und damit seine fußballerische Rückkehr zum VfL ermöglicht. „Es war für mich ganz klar, dass ich wieder für Wildeshausen spiele, wenn ich zurückkomme“, betont der 25-Jährige, der sich auf seine „alte neue“ Mannschaft schon sehr freut. „Der Kontakt war ja sowieso nie abgerissen“, sagt Feldhus, der beim Bezirksliga-Spitzenreiter besonders den mannschaftlichen Zusammenhalt schätzt. Aber auch sportlich nimmt er sich viel vor: „Wir wollen Erster bleiben und wieder aufsteigen. Ich denke, es läuft auf einen Zweikampf zwischen Obenstrohe und uns hinaus.“

Mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen habe er durchaus „schöne Momente“ erlebt, sagt Feldhus und erinnert an zwei Freundschaftsspiele gegen Hannover 96. Andererseits sei seine Zeit dort auch ernüchternd verlaufen. „Ich habe leider nur vier Spiele von Anfang gemacht“, berichtet Feldhus, der auch in der zweiten Mannschaft des SV (Bezirksliga) zum Einsatz kam. Durch das dreimal wöchentliche Training ist er aber topfit – und eine Eingewöhnungszeit wird er beim VfL wohl auch kaum benötigen. „Er kennt ja die Mannschaft und das Umfeld“, sagt Coach Bragula.