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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Lokalsport

„Potenzial für Halbfinale ist vorhanden“

10.01.2019

Wildeshausen Die Handball-Weltmeisterschaft ist das erste große Sportereignis des Jahres. Deutschland und Dänemark sind die Gastgeber – und greifen beide nach dem Titel. An diesem Donnerstag, 10. Januar (18.15 Uhr), eröffnen die deutschen Handballer die Heim-WM gegen Korea. Über ihre persönlichen Erwartungen an das Turnier und die Chancen der deutschen Mannschaft hat sich die NWZ mit Aktiven, Trainern und einem Funktionär aus dem Landkreis unterhalten.

Sind Sie schon im Handball-Fieber – und schauen Sie sich die Spiele an?

Auch wenn der Wildeshauser Wolfgang Sasse, Vorsitzender der Handball-Region Oldenburg, bis Samstag noch im Urlaub weilt, ist er grundsätzlich schon begeistert, dass die Weltmeisterschaft in Dänemark und Deutschland stattfindet – und dass die deutschen Spiele im TV übertragen werden. „Ich erhoffe mir einen weiteren Boom für Deutschland“, sagt Sasse. Gleichzeitig wünscht er sich, dass die WM zu einem Gemeinschaftserlebnis unter den Handballern wird und möglichst viele Vereine oder Mannschaften die Möglichkeit bieten, die Partien gemeinsam zu verfolgen.

Bei der TSG Hatten-Sandkrug und dem TV Neerstedt ist dies schon mal der Fall. „Bei uns werden die deutschen Spiele im Vereinsheim auf der Leinwand gezeigt“, sagt die Neerstedterin Cordula Schröder-Brockshus. Dazu werde es sogar ein Tippspiel geben. „Bei uns ist die WM definitiv ein Thema im Verein“, erklärt die Oberliga-Handballerin, die gleichzeitig Teammanagerin ist. Es sei sogar angedacht gewesen, mit dem Verein ein Spiel der WM anzusteuern. Diese Idee scheiterte jedoch aus finanziellen Gründen.

Auch im Bistro „TimeOut“ bei der TSG werden die Auftritte der deutschen Mannschaft gemeinsam geschaut. „Das erste Spiel gucken wir direkt vor unserem Training“, kündigt Andre Haake, Spielmacher der Sandkruger Oberligamannschaft, an. Er selbst freut sich, dass die WM endlich losgeht und hofft gleichzeitig, „dass der Hype noch etwas zunimmt.

Auch Dean Schmidt, Trainer der Oberliga-Frauen der HSG Hude/Falkenburg, plant für das Eröffnungsspiel ein Rudelgucken. „Danach kollidieren die deutschen Spiele allerdings ein wenig mit meinen Trainingszeiten“, blickt Schmidt mit gedämpfter Vorfreude auf das Turnier.

Wer sind die Favoriten?

Bei dieser Frage ist Titelverteidiger Frankreich in aller Munde. „Sie spielen technisch und taktisch einen sehr starken Handball“, betont Cordula Schröder-Brockshus. Aber auch den zweiten WM-Gastgeber Dänemark müsse man auf dem Zettel haben, „ebenso Norwegen und Schweden“, glaubt Dean Schmidt. „Auf diesem Niveau entscheiden am Ende wahrscheinlich nur Nuancen“, sagt Andre Haake. Für ihn sind die Franzosen und die Dänen vor allem im Angriff besser als beispielsweise die deutsche Mannschaft.

Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu?

Hier herrscht Einigkeit unter den befragten Handballern: „Das Potenzial für das Halbfinale ist auf jeden Fall vorhanden, vor allem die Abwehr und Torhüter sind super“, lautet das stellvertretende Urteil von Haake. Der TSG-Spielmacher würde sich den Einzug unter die vier besten Teams ganz besonders wünschen, da er Eintrittskarten für das Halbfinale hat. „Sie sind eine Turniermannschaft und schaffen das“, glaubt Schröder-Brockshus. „Es geht nur über das Kollektiv“, betont Schmidt. Zuversichtlich äußert sich auch Sasse. So habe man vor drei Jahren, als die deutschen Handballer Europameister wurden, bereits gesehen, „dass ein starker Wille Berge versetzen kann“. Allerdings dürften dafür keine Spieler ausfallen.

Wie schätzen Sie den Kader von DHB-Trainer Christian Prokop ein?

Nachdem die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr mit Platz neun enttäuschend abschnitten, hat sich Prokop für sein zweites großes internationales Turnier mehr vorgenommen. Dabei setzt der Bundestrainer auf einen etablierten Kader, überrascht aber auch mit der einen oder anderen Personalie. Dass mit Patrick Groetzki nur ein gelernter Rechtsaußenspieler nominiert ist, finden Haake und Sasse schon etwas ungewöhnlich. HSG-Trainer Schmidt kann sich wiederum gut vorstellen, „dass sich während des Turniers ein Spieler zur großen Überraschung entwickelt“. Außerdem hofft Schmidt, dass der DHB-Coach für die Offensive taktische Lösungen findet, wie es seinem Vorgänger Dagur Sigurðsson beim EM-Titel 2016 gelungen ist. Für TSG-Spieler Haake ist bereits klar: „Wenn die WM genauso verläuft wie die letzte EM, wird es danach schwierig für Prokop.“

Michael Hiller
Lokalsportredaktion
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2710

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