GANDERKESEE - 15 Hundertstelsekunden fehlten. Gerd Sosath vom Stedinger RFV Sturmvogel Berne beendete mit Ludwigs As die Zeitspringprüfung der Klasse S auf der Anlage des RV Ganderkesee. Doch auch er verfehlte, wenn auch knapp, die Bestzeit, die Patrick Stühlmeyer vom RFV Rulle mit dem zwölfjährigen Holsteiner La Jolie als 48. der 53 Starter vorgelegt hatte. Stühlmeyer war nach 68,28 Sekunden im Ziel, Sosath nach 68,43. Beide wiederum hatten Mario Stevens (Molbergen) überholt, der mit Que Pasa in einer Zeit von 69,86 Sekunden Dritter wurde.

Die Zeitspringprüfung über 480 Meter mit zwölf Hindernissen und 14 Sprüngen war eines von zwei Springen der höchsten Schwierigkeit, die der RVG während seines Pfingstturniers ausrichtete, das am Donnerstag begonnen hatte und am Montag beendet wurde. In diesem wurden Springfehler mit einer Zeitstrafe von vier Sekunden belegt. Das führte dazu, dass ein schneller Ritt trotz eines Fehlers noch eine sehr gute Platzierung bringen konnte. So wurde Hendrik Sosath (Sturmvogel Berne) mit Quality trotz eines Abwurfs noch Sechster (72,04 Sek.).

Keinen Abwurf erlaubten sich Hendrik Sosath und Quality dann am Sonntag. In der Springprüfung der Klasse S mit Siegerrunde blieben sie fehlerfrei und sicherten sich vor großer Kulisse den Sieg. Zunächst hatte Sosath den Parcours mit null Fehlern beendet, so dass er direkt weiter in die Siegerrunde gehen konnte. Auch in dieser blieben alle Stangen liegen, in 35,50 Sekunden bewältigte er den zweiten Parcoursteil deutlich schneller als alle anderen, die diesen reiten durften. Die zweitbeste Zeit erreichte Joachim Heyer vom RFV Cappeln mit Aquarell (37,42). Rang drei ging an Jan Sprehe vom RFV Falkenberg mit Come Undone (40,33).

Bei besten Boden- und Wetterbedingungen trugen auch die Dressurreiter ihre Prüfungen aus. Die schwerste Prüfung des Pfingstturniers gewann Nadine Corterier. Die Sportlerin des RURV Rastede erhielt im St. Georg Special* mit Traversale 865 Punkte.

Rang zwei ging an Hermann Burger (RV Löningen-Böen-Bunnen) mit For Highlife (827), gefolgt von Simon Kruse vom RFC Niedervieland mit Semper Fidelis (818).