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Hebammenzentrale im Kreis Aurich Zahl der Vermittlungen steigt – Erfolgsgeschichte setzt sich weiter fort

Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby (gestellte Szene). Die Erfolgsgeschichte der Hebammenzentrale des Landkreises Aurich setzt sich weiter fort.

Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby (gestellte Szene). Die Erfolgsgeschichte der Hebammenzentrale des Landkreises Aurich setzt sich weiter fort.

Julian Stratenschulte/dpa
Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby (gestellte Szene). Die Erfolgsgeschichte der Hebammenzentrale des Landkreises Aurich setzt sich weiter fort.

Eine Hebamme wiegt im Rahmen der Nachsorge ein Baby (gestellte Szene). Die Erfolgsgeschichte der Hebammenzentrale des Landkreises Aurich setzt sich weiter fort.

Julian Stratenschulte/dpa

Kreis Aurich - Gute Nachrichten hatte Stephanie Decker am Montagnachmittag im Ihlower Bürgerhaus zu verkünden. Die Leiterin der Hebammenzentrale blickte im Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Landkreises Aurich auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei dem nicht nur mehr Hebammen vermittelt werden konnten, sondern auch die Unterversorgung einzelner Gebiete behoben wurde.

Zahl der Beratungen durch Hebammen steigt deutlich

Insgesamt konnte die Zentrale im Jahr 2022 543 Vermittlungen von Hebammen durchführen. Neun mehr als im Vorjahr. Von diesen Vermittlungen erfolgten 231 per Mail und 312 per Telefon. Dabei werden die Hebammen nicht nur praktisch, sondern auch beratend tätig. Aus den 543 Vermittlungen gingen 1019 Leistungen der Hebammen hervor. Dabei ist ein deutlicher Anstieg der Inanspruchnahme der Hebammen zu erkennen. Im Vorjahr lagen die erbrachten Leistungen nur bei 948. „Allein von Oktober 2022 bis Dezember wurden 42 Beratungen durch Hebammen gewünscht“, erklärte Stephanie Decker im Ausschuss.

Im vergangenen Jahr hatte die Zentrale immernoch mit Gebieten zu tun, die nicht an die Hebammenzentrale angeschlossen waren. Dies konnten Decker und ihr Team jetzt beheben. „In diesem Jahr konnten nur sechs Familien keine Hebamme vermittelt werden. Im vergangenen Jahr waren es noch 20.“ Einen Vergleich lieferte die Auricherin sogleich mit einer Zahl aus Oldenburg. Dort seien 300 Familien keine Hebamme vermittelt worden.

Unterversorgung konnte behoben werden

Um mehr Familien und Regionen versorgen zu können, nutzt Decker 2022 auch die Möglichkeit der Gewinnung von Hebammen durch die Uni Oldenburg. Dort gibt es inzwischen einen Studiengang. „Durch den Studiengang konnten wir die Zahl der bei uns registrierten Hebammen von 39 auf 44 anheben“, berichtet Decker.


Auch das Problem der Versorgung auf den Inseln konnte Stephanie Decker in diesem Jahr angehen. Die Zentrale schloss mit Behörden und Kolleginnen vor Ort sogenannte Inselverträge, um die Finanzierung vor Ort zu regeln. Hebammen dürfen nämlich in einem Umkreis von 25 Kilometer von ihrem Wohnort tätig sein und ihnen wird auch kein Fährticket gezahlt. Daher waren die Inseln für Hebammen vom Festland nur auf eigenen Kosten erreichbar. Dies hat sich jetzt geändert.

Weit mehr als nur Vermittlungen

Die Hebammenzentrale im Landkreis Aurich hat durch ihre erfolgreiche Arbeit bereits bundesweit für Aufsehen und Nachahmer gesorgt. Die Zentrale ist dabei nicht nur Ansprechpartner für werdende Eltern, sondern inzwischen auch Kinderärzte. Viermal im Jahr wird sich dabei bei einem gemeinsamen Treffen mit Kinderärzten im Kreis Aurich ausgetauscht und Probleme besprochen. Zusätzlich bietet die Hebammenzentrale Fortbildungen für Fachkräfte vor Ort an, vernetzt und nimmt auch an den Auricher Frauenwochen teil. Im Jahr 2024 soll ein Hebammenzentraltreffen in Aurich stattfinden. Stephanie Decker machte deutlich: „Wir leisten gute Arbeit und sind sehr stolz auf das, was wir seit der Gründung vor vier Jahren erreicht haben.“

Annika Schmidt
Annika Schmidt Online-Redaktion
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