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Segelclub „weserstrand“ Elsfleth Regatten wieder im Aufwind

Evelyn Eischeid
Die  Teilnahmen an Regatten geben dem SWE-Vorstand guten Grund zur Hoffnung, dass es weiter aufwärts geht.

Die Teilnahmen an Regatten geben dem SWE-Vorstand guten Grund zur Hoffnung, dass es weiter aufwärts geht.

Evelyn Eischeid

Elsfleth - „Bleiben wir noch ein Sportverein oder sind wir zu einer Interessengemeinschaft geworden? Gelingt es uns, auf dem Mitgliederstand zu bleiben? Und ist es unseren Mitgliedern möglich, über das verpflichtende Maß hinaus Aufgaben zu übernehmen?“

Diese Fragen, die sich der Segelclub „Weserstrand“ Elsfleth (SWE) vor einem Jahr stellte, beantwortete der Vorsitzende Jonny Giessel auf der Jahreshauptversammlung im SWE-Bootshaus durchweg positiv. Jonny Giessel: „Wir sind keine Marina, unser Verein hat einen Zulauf wie selten zuvor, allerdings sind die Zeiten der massiven Teilnahmen auf Gemeinschaftsfahrten vorbei. Dennoch geben uns die Teilnahmen an Regatten und Arbeitsdiensten guten Grund zur Hoffnung.“

Jahrhundertsommer

Dass im „Jahrhundertsommer 2018“ beim SWE eine Menge los war, hatte Schriftwart Tom Schnare im Rechenschaftsbericht aufgelistet. Da war zunächst die Bürokratie: Auch der SWE hat sich mit Brandschutz und Gefahrenabwehr beschäftigen müssen. Tom Schnare: „Inzwischen können wir im Gefahrenabwehrplan schon Teilerfolge aufweisen. So werden beispielsweise unsere Treibstofffässer in einer Spezialwanne stehen, damit nichts unkontrolliert austreten und Boden oder Wasser beeinträchtigen kann.“ Auch die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung bereiten dem Segelclub jede Menge zusätzliche Arbeit.

Mit den Bautätigkeiten ging es beim SWE kontinuierlich voran. Mit dem Umbau der alten Waschräume geht die vor vier Jahren begonnene Runderneuerung des SWE-Bootshauses zu Ende. „Das zeitgemäße Konzept und die neue Einrichtung sind gut bei Gästen und Mitgliedern aufgenommen worden“, betonte Schnare. Die Saisonmonate bescherten den Vereinsmitgliedern einen Sommer, wie ihn sich jeder Wassersportler wünscht. Dennoch entstand in langer Trockenperiode auch eine starke Algenblüte, die das Schwimmen im Jachthafen unmöglich machte. Die sportlichen Aspekte der Regatten und die Ausbildungsmöglichkeiten im Verein hatte Sportwart Peter Buchmann im Jahresbericht festgehalten.


Über die Jugendarbeit mit zahlreichen Veranstaltungen, Regatten, Trainingstagen und den Ferienspaß mit Elsflether Ferienkindern berichtete Jugendwart Pierre Breipohl.

Während Segler und Motorbootsportler nach Saisonende auf ein tolles Wassersportjahr zurückblickten, erwischte es den SWE im Oktober 2018 knüppeldick: Als das 218 Meter lange Kreuzfahrtschiff „Balmoral“ weseraufwärts in Richtung Bremen fuhr, erzeugte es einen mächtigen Sog- und Wellenschlag, der das Schleusentor am Jachthafen massiv beschädigte.

Schleuse beschädigt

Schleusenwart Axel Weidemann informierte über die Details der Beschädigung und die intensiven Arbeiten zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit. Axel Weidemann: „Fest steht, dass das Kreuzfahrtschiff mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr. Der Polizeibericht spricht von einer Sogwelle von mindesten 1,5 Metern und einer Flutwelle von mindestens drei Metern. Die dadurch erzeugten 20 bis 30 Tonnen Druck auf das Schleusentor führten so zu den heftigen Schäden.“ Inzwischen ist das Schleusentor repariert und wieder eingebaut. Die Wasserschutzpolizei erhob gegen den Kapitän des Schiffes ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Nach einstimmiger Entlastung des Vorstands standen Neuwahlen (ohne den 1. Vorsitzenden) auf der Tagesordnung. Einstimmig wiedergewählt wurden Alexander von Perger (2. Vorsitzender), Kai-Uwe Seegers (Kassenwart), Tom Schnare (Schriftwart), Pierre Breipohl auf Vorschlag der Jugendabteilung (Jugendwart), Peter Buchmann (Sportwart) und Sven Pöpken (Bootswart). Die langjährigen Bootswarte Michael Hass und Manfred Müller traten von ihren Ämtern zurück. Als neue Bootswarte wählte die Versammlung Kai Möhlmann und Klaus Damm.   Jonny Giessel ernannte den Elsflether Friedrich Röhl zum Ehrenmitglied. Er gehört dem SWE seit 60 Jahren an. Klaus Jäkel erhielt ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft. Er ist seit 50 Jahren beim SWE. Der Verein verzeichnete im vergangenen Jahr 27 Neuaufnahmen, zurzeit zählt der SWE 477 Mitglieder. An der Jahreshauptversammlung nahmen 109 stimmberechtigte Mitglieder teil.

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