Hude - Beim 0:2 im Hinspiel duckte sich Fußball-Bezirksligist FC Hude gegen den VfL Wildeshausen noch wie das Kaninchen vor der Schlange. Inzwischen sind einige Monate ins Land gezogen, und FC-Trainer Lars Möhlenbrock impfte seinem Team zumindest ein bisschen mehr Mut ein – geholfen hat es nichts: Bei Dauerregen und nasskalten Bedingungen ließ sich der VfL nicht aus der Spur bringen und gewann auch in der Höhe verdient mit 3:0 (0:0).
„Mit der zweiten Hälfte bin ich komplett zufrieden, die war absolut erste Sahne“, machte VfL-Trainer Marcel Bragula seinen Schützlingen ein Kompliment. Mit der ersten Halbzeit haderte er hingegen: „Das war nicht gut. Wir haben uns auf dem guten Platz viele technische Fehler erlaubt.“ In der Tat sahen die wenigen Zuschauer am Kunstrasenplatz am Huder Bach zwei unterschiedliche Durchgänge.
Während es in der ersten Hälfte eine eher ausgeglichene Begegnung mit nur wenigen Höhepunkten war, legten die Gäste ab dem Seitenwechsel einen Zahn zu und vor allem deutlich mehr Präzision an den Tag. Es waren vornehmlich die Standards, die den Gastgebern letztendlich das Genick brachen. Während in Halbzeit eins zahlreiche Eckbälle der Gäste das Ziel verfehlten, zeigten die Wildeshauser in den zweiten 45 Minuten ein anderes Gesicht. In der 58. Minute war es dann soweit: Ein von Lukas Schneider getretener Eckball landete vor den Füßen von Marius Krumland, der zum 0:1 traf.
In der 69. Minute konnte Hude noch auf der Torlinie retten, doch bei der nächsten Aktion der Wildeshauser zappelte der Ball im Netz von FC-Schlussmann Christopher Schnake – Lennart Feldhus traf zum 0:2 (70. Minute).
Der Huder Keeper verhinderte danach mit zahlreichen Paraden ein Debakel für die Gastgeber, indem er die Schüsse von Maximilian Seidel (77.) und Feldhus (80.) noch abwehren konnte. Doch beim 0:3 durch Lukas Schneiders Kopfball war auch er machtlos (81.).
Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen war FC-Coach Möhlenbrock nicht so begeistert: „Wir hatten heute gefühlt 20 Standards gegen uns, und zwei konnten wir eben nicht verteidigen. Das ist ärgerlich, und das werden wir auch künftig noch besser trainieren müssen.“
