Brettorf - An diesem Freitag findet in Brettorf wieder ein besonderer Faustball-Leckerbissen statt. Um 20 Uhr treffen in der Sporthalle Am Bareler Weg die beiden momentanen Spitzenmannschaften der 1. Faustball-Bundesliga Nord aufeinander. Das Lokalderby – TV Brettorf gegen den Ahlhorner SV – wird ein richtungsweisendes Spiel im Kampf um die begehrten Tickets auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft.

Nach den jeweiligen Spielen gegen den MTV Hammah, in denen Brettorf 1:5 verlor, während der ASV denselben Gegner mit 5:2 bezwang, sind die Voraussetzungen vor dem Duell klar verteilt. „Ahlhorn hat bisher keinen Punkt abgegeben und Hammah deutlich geschlagen. In der Summe macht sie das im Derby auf jeden Fall zum Favoriten“, verrät Brettorfs Trainer Klaus Tabke. Die Favoritenrolle möchten die Ahlhorner jedoch nicht ganz annehmen. „Bei uns läuft es gut, wir haben alle fünf Spiele bisher gewonnen, doch Brettorf sitzt uns im Nacken. Deshalb erwarten wir ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Ahlhorns Abwehrspieler Tim Albrecht.

Doch auch wenn Ahlhorn leicht favorisiert in die Begegnung geht, an der nötigen Motivation wird es den Gastgebern nicht fehlen. „Dazu braucht man nicht ganz viel sagen. Alle sind top motiviert, vor allem vor eigenem Publikum wollen wir alles geben“, prophezeit Tabke. Als zusätzliche Vorbereitung auf das Prestige-Duell haben sich die Brettorfer einen Extratrainingstag gesichert, um mit der nötigen geistigen und körperlichen Fitness in die Partie gehen zu können.

Tabkes Taktik ist simpel, zugleich aber auch schwierig umzusetzen: „Wir wollen Ahlhorn einfach nicht ins Spiel kommen lassen. Nimmt der ASV erstmal Fahrt auf, ist er nur noch sehr schwer zu stoppen.“

Deutlich entspannter dürften die Ahlhorner in die Partie gegen den Nachbarn gehen. Der ASV präsentierte sich zuletzt in sehr starker Verfassung, ließ sich selbst von Hammahs erstklassigem Angriffsduo Jan Heitmann/Björn Hoff nicht aus dem Konzept bringen und konnte stets auf seine souveräne Abwehrleistung setzen. Mit 10:0 Punkten und mit einem Spiel Rückstand hat Ahlhorn die komfortable Situation an der Tabellenspitze und kann deshalb erst einmal abwarten. „Die besten Chancen haben wir, wenn wir die Angaben von Tobias Kläner sauber annehmen und dann im Rückschlag konsequent selbst unsere Angriffe aufziehen“, macht Tim Albrecht als eine mögliche Schwachstelle im Spiel der Brettorfer aus.

Insgesamt dürften die Zuschauer in der Sporthalle am Bareler Weg ein wahres Topspiel erwarten, bei dem beide Mannschaften aus dem vollen schöpfen können und ihren gesamten Kader zur Verfügung haben.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland