Zugegeben, der Beruf der Bankmanager ist zuletzt international ins Zwielicht geraten. Doch wie meist, so ist es auch hier: Einige wenige schwarze Schafe ruinieren das Ansehen einer ganzen Branche.
Vielen grundsoliden Vorständen von regionalen Banken und Sparkassen wird man mit einem Pauschalurteil jedenfalls nicht gerecht. Sie waren es, die in den Turbulenzen der globalen Finanzkrise den Überblick behielten und mit besonnenem Handeln der heimischen Wirtschaft zur Seite standen.
Die führenden Köpfe waren in der Vergangenheit nicht nur angesehene Repräsentanten ihres Instituts und bewiesen ihre Nähe zu den regionalen Unternehmen, sondern engagierten sich auch vielfach zum Wohle des Nordwestens. Benedikt Buhl zählte trotz kurzer Zeit an der OLB-Spitze dazu. Das allgemeine Bedauern über sein Ausscheiden klingt deshalb aufrichtig.
Hektische Wechsel im Vorstand einer Bank tragen wenig zum Renommee bei. Ob der OLB-Vorstandschef die hohen Erwartungen des fast alleinigen Aktionärs Allianz je wird erfüllen können, bleibt auch nach dem Personalwechsel höchst ungewiss. Die Kernfrage lautet: Kann eine gut aufgestellte Regionalbank eine bundesweite Organisation übernehmen und auf Dauer erfolgreich managen?
