EMSTEK/HOHEGING - Ein Ortstermin auf der Biopilzfarm Wulfers in Hoheging stand kürzlich auf dem Terminkalender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Emstek. Die Eheleute Maria und Werner Wulfers begrüßte die 30-köpfige Besuchergruppe auf dem Gelände, bevor es weiter in die Hallen ging.
Der Betrieb besteht seit zehn Jahren. Damals standen sechs Räume zur Verfügung. Die erwiesen sich jedoch bereits nach drei Jahren als zu klein. 2000 erfolgte eine Verdopplung der Zuchtfläche. Doch auch die neue Kapazität reichte schon bald nicht mehr aus. Derzeit arbeiten etwa 60 Pflückerinnen in 19 klimatisierten und jeweils 285 Quadratmeter großen Räumen, die sich auf zwei Hallen verteilen. Geerntet werden die Weißen und braunen Zuchtchampignons an sieben Tagen pro Woche. „Wegen des intensiveren Geschmacks bevorzugen die Kunden die braunen Ökopilze“, weiß die Chefin.
Zwischen dem Befüllen der Räume mit Substrat und der Ernte liegen etwa drei Wochen. Dann kann für etwa zwei Wochen gepflückt werden, weil die Champignons als Schimmelpilze schnell wachsen. Nach der Ernte wird die Ware nach Größe in drei Kategorien eingeteilt, und in die vorgesehenen Schalen abgefüllt. Es folgen mehrfache Gewichtskontrollen, und die Lagerung in einem Kühlraum, wo sie auf das Weiterverpacken warten. Unter Folie bleiben die Champignons mindestens eine Woche lang haltbar.
Bereits seit drei Jahren trägt die Pilzfarm Wulfers das Bio-Zertifikat. Das bedeutet: Alle Rohstoffe müssen ökologisch sein. Chemische Zusätze entfallen. „Wir werden ständig, angemeldet und unangemeldet kontrolliert, was ja auch immer sein muss“. verwies Werner Wulfers auf das System der Qualitätssicherung.
