Ohmstede - Zum Weihnachtsmarkt der Gemeinnützigen Werkstätten (GWO) in der Rennplatzstraße kommen durchschnittlich 3000 Menschen. „Aber jetzt wird diese Zahl wohl überschritten“, stellte Gerhard Wessels vom Vorstand schon bei der Begrüßung am Sonntag fest.
Und die Besucher wurden nicht enttäuscht: Von den Beschäftigten der Werkstätten in hoch professioneller Handarbeit hergestellte Produkte standen zur Auswahl. Die Floristik war dabei mit kunstvollen Adventsgestecken, die Angestellten aus dem Bereich Metall hatten Kerzenständer, Kaminbestecke und hochwertige Leuchter geschmiedet.
Schönes aus Metall
Stolz zeigten etwa Jorina Schwertmann und Torsten Gnodtke zwei dekorativ gestalte Hufeisen auf einem Metallstab: „Die sind für zwei besondere Menschen, die werden sich freuen“, versicherte das Ehepaar.
Von der Tischlerwerkstatt wurde nicht nur wertvolles Spielzeug hergestellt, sondern auch riesengroße Sterne aus Holz gesägt, Vogel- und Fledermauskästen und vieles andere gebaut.
Schon am Vormittag wussten Dirk Krüger und Guido Moschner, dass sie ihre 160 frisch geräucherten Forellen aus den Räucherschränken bis zum späten Nachmittag „loswerden“ würden.
Kai Lindner absolviert bei den GWO sein Freiwilliges Soziales Jahr. Sein Ziel am Sonntag lautete, mit seinen Kolleginnen und Kollegen 6000 Lose zu verkaufen. Zwei Mountain-Bikes und ein BMX-Rad wurden verlost. Pressesprecherin Stefanie Schwecke war sich auf diesem gut besuchten Basar mit Diplom-Psychologin Heike Brunken-Kuhns einig: „Uns und den Beschäftigten ist es zwar nicht unwichtig, die handgefertigten Produkte zu verkaufen, aber viel wichtiger ist uns die Begegnung der behinderten mit den nicht behinderten Menschen an diesem Tag.“
Jürgen Lehmann, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Oldenburg, hob besonders den kooperativen Gedanken mit der heimischen Wirtschaft hervor. „Namhafte Oldenburger Firmen lassen hier produzieren“, sagte Lehmann.
Projekt A-Qua
„Immer mehr Firmen haben die Werkstätten als Partner bei der Produktion hochwertiger Produkte entdeckt“, ergänzte er. Gerhard Wessel wies besonders auf das Projekt „A-Qua“ hin. „Hier bekommen unsere Beschäftigten eine Ausbildung mit Qualität und mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder der IHK sind es begehrte Fachleute, die ja überall fehlen“, sagte Wessels.
