OLDENBURG - „Mit erfolgreichem Kundengeschäft gut in das Geschäftsjahr 2011 gestartet“ – so überschreibt die Oldenburgische Landesbank (OLB/Oldenburg) ihren Bericht für das erste Quartal. Der Konzern habe sich „positiv entwickelt“. Das Ergebnis vor Steuern sei um 16,3 Prozent auf 16,4 Millionen Euro gesteigert worden.

Dazu OLB-Vorstandssprecher Benedikt Buhl: „Wir sind gut in das Geschäftsjahr 2011 gestartet. Die OLB hat einmal mehr von ihrer festen Verankerung im Kundengeschäft und ihrer engen Vernetzung mit der hiesigen Wirtschaft profitiert“. Basis sei die starke Präsenz in der Region Niedersachsen/Bremen. Buhl verwies nochmals darauf, dass man diese Position im April mit der Eröffnung einer neuen Niederlassung in Verden weiter ausgebaut habe. Für November ist eine Eröffnung in Rheine geplant. Schon jetzt sieht sich die OLB als „größte private Regionalbank Deutschlands“. Auch für den Rest des Jahres sieht der Vorstand „gute Möglichkeiten, im Kundengeschäft weiter zu wachsen“ und an den guten Start anzuknüpfen.

Basis für die gute Ergebnisentwicklung war ein erfolgreiches Kreditgeschäft. Das Kreditvolumen erreichte 9,626 Milliarden Euro im ersten Quartal 2011 – eine Zunahme um 1,9 Prozent. Die Risikovorsorge stieg auf 10,8 (vor einem Jahr 3,9) Millionen Euro. Dies gilt als „Normalisierung“.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (vor allem Einlagen) wurden um 3,0 Prozent auf 7,423 Milliarden Euro gesteigert. Der Zinsüberschuss als wichtigste Ertragsstütze lag mit 60,6 Millionen. Euro nochmals „leicht über dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums“ von 59 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss stieg um 12,1 Prozent auf 21,3 Millionen Euro. Insbesondere das Wertpapiergeschäft verlief positiv.


Das operative Handelsergebnis erreichte 3,3 Millionen Euro. Dazu trug sowohl der positive Start in das neue Geschäftsjahr im Eigen- und Kundenhandel mit einem Gewinn von 1,5 (Vorjahr: 0,6) Millionen Euro bei als auch das Ergebnis aus der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte bei.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 ist der Verwaltungsaufwand um 3,8 Prozent auf 76,2 Millionen Euro gestiegen. Als Gründe nannte die OLB die Tariferhöhung und IT-Investitionen im Segment Allianz Bank.

Insgesamt lag das operative Ergebnis mit 13,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2011 deutlich über dem Vorjahreswert von 6,9 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg seit dem Jahreswechsel von 13,351 Milliarden Euro um 2,3 Prozent auf 13,660 Milliarden Euro.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)