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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Park-and-Ride: Abschluss ist in Sicht

11.05.2019

Stadland „Die Park-and-Ride-Anlage wird in der kommenden Woche (20. Kalenderwoche) freigegeben – und zwar noch im Jahr 2019!“ Bürgermeister Klaus Rübesamen hat inzwischen eine gehörige Portion Galgenhumor entwickelt. Dies sei auch das letzte Mal, dass er konkrete Zeitangaben zu einem Bauvorhaben machen werde, sagte er beim Bürgerstammtisch des Bürgervereins Strohausen. Der Bürgerverein hatte das Gemeindeoberhaupt gebeten, über aktuelle Themen aus dem Rathaus zu berichten. Vor rund 25 interessierten Gästen kam Klaus Rübesamen im FP eins dieser Bitte nach.

Die Gemeinde Stadland scheint in Sachen Bauprojekte in jüngster Zeit vom Pech verfolgt. Bestes Beispiel ist besagte Park-and-Ride-Anlage am Rodenkircher Bahnhof. Die hatte schon nach dem Roonkarker Mart 2018 fertiggestellt werden sollen, berichtete Klaus Rübesamen.

Extrem viele Mängel

Doch die Bauverwaltung der Gemeinde habe extrem viele Mängel festgestellt, die behoben werden mussten, erzählte er. „Es gab derart viele Stolpersteine, dass Menschen zum Beispiel mit Rollatoren oder mit Behinderungen, dort gar nicht sicher über die Straße gekommen wären“, sagte Klaus Rübesamen. Die Borde hatten unterschiedliche Höhen. Eine Ablaufrinne für das Oberflächenwasser sei nach dem Umbau gänzlich verschwunden gewesen, zählte der Bürgermeister auf.

Auch die abschließbare Anlage für Fahrräder war mangelhaft. „Das Türschloss passt nicht zu dem Pfosten. Die Tür ließ sich nicht verschließen“, berichtete Klaus Rübesamen. Derzeit ist die Anlage mit einem Vorhängeschloss verschlossen. Von Diebstahlsicherheit konnte trotzdem nicht gesprochen werden. Statt des vorgesehenen 8-Millimeter-Drahtes der Einzäunung war nur ein rund fünf bis sechs Millimeter starker Draht genutzt worden, der sich eindrücken ließ.

Anfang des Jahres sah es so aus, als gingen die Arbeiten dem Ende entgegen. Die Baufirma war bereits dabei, die oberste Asphaltschicht aufzutragen, doch zehn Meter vor der Zufahrt zur Marktstraße wurden die Arbeiten eingestellt. Die notwendige verkehrsbehördliche Anordnung war im Dezember 2018 ausgelaufen, berichtete Klaus Rübesamen. Diese ist inzwischen neu ausgestellt und die Zuwegung zur Anlage soll in der kommenden Woche freigegeben werden.

Auch der Kindergarten Regenbogen interessierte die Gäste des Bürgerstammtisches. Ein festgestellter Schimmelbefall hatte alle vorherigen Planungen hinfällig gemacht. Nun gilt es zu klären, ob eine Sanierung des Gebäudes, ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle oder ein Neubau an anderer Stelle sinnvoll sei, berichtete der Bürgermeister. So oder so, dieses Szenario habe die Gemeinde schwer getroffen. In jedem Falle werden sehr hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen. „Dafür gibt es keine Fördergelder“, sagte Klaus Rübesamen. Eine positive Nachricht gab es zum Thema Kindergarten aber doch. Der bereits für Montag angekündigte Türsummer im Wiesenkieker sei nun installiert worden und funktionstüchtig.

Sanierung der Markthalle

Ein herber finanzieller Schlag habe die Gemeinde auch im Bereich der Markthalle getroffen. „Wir hatten gehofft, dass wir mehr Fördergelder bekommen“, berichtete der Bürgermeister. Eine neue Heizungsanlage sei mithilfe von Fördergeldern bereits installiert worden. Doch auch Tresen, Küchenbereich, die sanitären Anlagen, der Fußboden und die Türen bedürfen einer Sanierung.

Die Gemeinde hatte Mittel beantragt, deren Bewilligung nach einem Punktesystem vorgenommen wurde. Durch zum Beispiel eine Bürgerbeteiligung bei der Auswahl der Bestuhlung und die Entwicklung der Einkommenssteuersituation hatte die Gemeinde die notwendige Punktzahl erreicht. „Doch dann ist weniger Geld in die Region geflossen, so dass Stadland wieder hinten runter gefallen ist“, sagte Klaus Rübesamen. Die Gemeinde hatte auf eine Unterstützung in Höhe von rund 450 000 Euro gerechnet. „Jetzt müssen wir gucken, wie wir dieses Loch stopfen“, sagte Klaus Rübesamen. Die Aufgaben könnten nur nach und nach abgearbeitet werden.

Dazu gehöre auch die Großsporthalle. Das Dach ist undicht, stellenweise habe das eindringende Wasser den Hallenfußboden beschädigt. Im Bereich des Brandschutzes sei auf Mängel hingewiesen worden. „Wir brauchen rund 1,2 Millionen Euro, um die Halle auf Vordermann zu bringen“, sagte Klaus Rübesamen. Es gebe eine neue Sportförderung für die die Gemeinde bereits einen Antrag gestellt habe.

Kritik an Radwegen

Die Teilnehmer kritisierten außerdem die Radwegsituation in Rodenkirchen. Schulkinder, die aus der Schulstraße Richtung Lange Straße wollen, müssten entweder unerlaubt den Radweg entgegengesetzt der Fahrtrichtung nutzen, oder die Hauptverkehrsstraße mehrmals kreuzen, sagten einige Eltern. Das Problem habe sich durch eine rechtliche Änderung ergeben, nachdem die Radwege nur noch in eine Richtung befahren werden dürfen, sagte der Bürgermeister.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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