BüPPEL - Mächtige Stockrosen von Rosa bis Dunkelrot blühen mit blauen Hortensien um die Wette, und auch Phlox und Schmetterlingsflieder bieten ein prächtiges Farbenspiel. Auf etwas mehr als 500 Quadratmetern haben Helga und Helmut Jung in ihrem Garten in den Lekewiesen in Büppel in nur fünf Jahren ein blühendes Paradies geschaffen. Das Ehepaar, das lange in Bielefeld gelebt hat, verbringt seinen Ruhestand in Varel. Der guten Luft wegen, sagt Helga Jung. Und auch der Boden im Baugebiet Lekewiesen ist sehr gut, freut sich Helmut Jung und zeigt auf seinen kleinen Gemüsegarten, aus dem er schon viele Kartoffeln und Zucchini geerntet hat.
Der ehemalige Gärtnermeister, der bei der Stadt Bielefeld angestellt war, ist der Chef im Garten, aber seine Frau ist mit genauso viel Begeisterung dabei und sorgt unter anderem fürs Dekorative. Sie modelliert Tonfiguren, und so haben von ihr gestaltete Echsen, Hühner, Raben, Enten und ein Till Eulenspiegel Einzug in den Garten gehalten.
Bei der Auswahl der Pflanzen legt das Ehepaar viel Wert auf Blütenreichtum. Fast das ganze Jahr blüht etwas in dem kleinen Garten. Christrosen machen den Anfang, es folgen Winterlinge, Rhododendren und Hartriegel, bis der Garten im Juni mit der Blütenpracht von Rosen, Mohn und Rittersporn einen Höhepunkt erlebt. Es folgen Stockrosen in sieben Farben, Hortensien in allen Formen wie Kletter-, Bauern- und Tellerhortensien.
Neben den blühenden Stauden, Sträuchern und Rosen gehören für Helga und Helmut Jung auch Bäume zum perfekten Garten. Ein Zwetschgen- und ein Apfelbaum tragen reiche Früchte. Einen besonderen Wunsch hat sich Helmut Jung jedoch mit dem Walnussbaum erfüllt. 13 Nüsse trägt er in diesem Jahr, drei waren es im vergangenen Jahr. Sie haben gut geschmeckt, sagt Helmut Jung. Und noch einen Vorteil hat der Baum. Er hält Mücken fern, verrät der Gartenexperte. Auch Raritäten hat der kleine Garten aufzuweisen, etwa einen gelblaubigen Holunder und einen Maiglöckchenbaum, dessen Blüten an Maiglöckchen erinnern.
In den Bäumen haben die Jungs Nistkästen aufgehängt und erfreuen sich an den vielen Vögeln im Garten. Rauchschwalben, Hausrotschwanz und Kohlmeisen sind häufige Gäste in dem Garten und werden im Winter gefüttert. Sie danken es, in dem sie Schädlinge vertilgen. So kann das Ehepaar in seinem Garten auf Spritzmittel verzichten.
Obwohl erst fünf Jahre alt, ist der Garten von Helga und Helmut Jung schon fast ganz dicht gewachsen. Je mehr Boden bedeckt ist, desto weniger Unkraut kann sich breit machen, sagt Helmut Jung. Das geschieht jedoch geordnet, gegen stark wuchernde Pflanzen hat er eine Abneigung, und so wird die Lampionblume, die am Zaun zum Nachbarn wächst, regelmäßig gestutzt.
