Westerholt - Die Sonnenblume lässt mitten im Herbst ein wenig den Kopf hängen, doch Dr. Josef Kuhlmann (Hegering Wardenburg) schaut mit seinen Begleitern dennoch zufrieden drein. Gemeinsam mit Karl-Wilhelm Jacobi (Vorsitzender der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst), Max Hunger (Naturschutzbeauftragter des Landkreises) und Hans Gehlenborg (Fachverband Biogas) inspiziert er eine besondere Versuchsfläche in der Nähe von Westerholt und Achternmeer.

Auf mehreren nebeneinander liegenden Streifen haben die Jäger verschiedene Pflanzenmischungen ausprobiert. Während an manchen Stellen die Kräuter noch intensiv blühen, sehen andere Flächen schon recht öde aus. „Wir möchten Erfahrungen sammeln und daraus Empfehlungen für die Aussaat und die weitere Handhabung der Streifen ableiten“, erklärt Kuhlmann. Ideal für den Wild- und Artenschutz wäre es, wenn die Pflanzenstreifen über mindestens zwei Jahre erhalten blieben. Dann können sie auch als Brut- und Setzfläche im Frühjahr für Hase, Fasan, Rebhuhn und andere Vogelarten dienen.

Insgesamt 96 Hektar sind im gesamten Landkreis dank finanzieller Förderung des Kreises sowohl ökologisch als auch optisch erheblich aufgewertet worden. Den Landwirten will der Hegering nicht nur im nächsten Jahr Empfehlungen für besonders geeignete Saatgutmischungen geben können, er hofft auch, dass, die Blühstreifen jetzt nicht im Winter beseitigt werden, auch wenn sie nicht mehr so schön aussehen. Als Schutz und Äsung für das Wild sei es sehr wichtig, dass sie bei der Maisernte oder Grabensäuberungen nicht plattgefahren werden, betonen die Jäger