Für Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) war es eine Premiere: Bei der Vergabe des Niedersächsischen Integrationspreises an die Bürgergemeinschaft Roderbruch für ihr Projekt „Clownswohnung“ zeichnete der Regierungschef erstmals einen Clown aus. Horst Schneider spielt seit mehr als 40 Jahren den Clown Fidolo und war zur Preisverleihung im Alten Rathaus in Hannover natürlich in entsprechendem Outfit erschienen. Er habe vermutlich schon einmal Clowns ausgezeichnet, so Weil, aber die hätten sich nicht zu erkennen gegeben. Der SPD-Politiker ist übrigens Mitglied in dem Verein aus Roderbruch. Der hannoversche Stadtteil gehört zu seinem Wahlkreis.
Dibaba mag Kuddelmuddel
Die Laudatio auf einen weiteren Preisträger des Integrationspreises, die Integrationslotsen aus dem Landkreis Cloppenburg mit dem Projekt „Café 4 you“, hielt übrigens der Hamburger Moderator Yared Dibaba. Der 54-Jährige gestand ein, bei seiner Wortwahl etwas pingelig zu sein. So mag Dibaba nicht so gern „Integration“, sondern setzt eher auf das Wort „Inklusion“. Letzteres werde oft im Zusammenhang mit Menschen mit Handicap genutzt. Das sei aber falsch, so Dibaba. Vielmehr gehe es bei „Inklusion“ um Teilhabe und Begegnung auf Augenhöhe. Ein plattdeutsches Wort nannte er in diesem Zusammenhang auch: Kuddelmuddel.
Päckchen packen gehört zu den beliebtesten Nebentätigkeiten in der Vorweihnachtszeit. Die Mitglieder der Landesregierung sind davon nicht ausgenommen. So ist Kultusministerin Julia Willie Hamburg am kommenden Dienstag anlässlich des „Internationalen Tag des Ehrenamts“ in der hannoverschen Kita „Weltkinder“ zu Gast. Dort will die Grünen-Politikerin Päckchen packen für das große Spendenprojekt der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), die Weihnachtstrucker. Seit Jahren schon packen Kinder und Jugendliche Hilfspakete für notleidende Menschen in Südosteuropa, die von Freiwilligen transportiert werden.
Beförderung zur Ministerin
Unverhofft befördert wurde Sina Beckmann, grüne Landtagsabgeordnete aus Jever. Bei der Auftaktaktveranstaltung des „Sealevel Conventure Clubs“ in der Kreisstadt Frieslands stand „Ministerin des Landes Niedersachsen“ auf Beckmanns Namensschild. „Steiler Karrieresprung“ schrieb die Politikerin selbst im Netzwerk „Linkedin“. Aber kein Wunder: Beckmann ist in ihrer Fraktion Sprecherin für Finanzpolitik, für maritime Wirtschaft, Innovationen & Startups und Wirtschaftsdigitalisierung. Bei dieser Aufgabenfülle liegt offenbar eine Beförderung nahe. Ob Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) das so gerne hört, erscheint eher fraglich.
