Ostfriesland - Mit so etwas hat im November wohl kaum jemand gerechnet – erst recht nicht in Ostfriesland: Dichtes Schneegestöber herrschte am Donnerstag über weite Teile der Halbinsel. Mancher freute sich dran, Autofahrer aber hatten auch ihre Probleme mit der ungewohnten Wetterlage. Eine Umfrage bei der Polizei ergab am späteren Nachmittag ab: Der Schneefall trug zwar zu einer ganzen Reihe von Verkehrsunfällen bei, aber das Ganze lief insgesamt glimpflich ab.
Gut zu tun mit kleineren Verkehrsunfällen hatten Polizeibeamte im Landkreis Leer, erklärte eine Sprecherin auf Nachfrage: „Man hat das Gefühl, die Bevölkerung ist vom Schnee überrollt worden.“ So mussten Streifenwagen zu mehreren Blechschäden im Stadtgebiet von Leer ausrücken, und auch in Westoverledingen rutschte ein Auto in den Graben. Aber stets blieb es bei Blechschäden, „es gab keine Verletzten“. Mit Ausnahme vielleicht des Lastwagenfahrers, der am Vormittag auf der A28 mit dem Fahrzeug umkippte und dabei Verletzungen erlitt. Die A31 bot am Nachmittag noch ein recht winterliches Bild mit dichtem Schneegestöber, aber die Autofahrer verhielten sich recht vernünftig: Meist herrschte Tempo 70 vor.
Offenbar weniger mit Schnee gesegnet war der Landkreis Aurich, lässt das Fazit der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund vermuten. Der Schnee, der dort herunterkam, schmolz schnell weg, und entsprechend wenig Malheur passierte auf den Straßen. Erst am späteren Nachmittag gab es Meldungen: Bei Ihlow rutsche ein Lastwagen in den Graben. Ein anderer rammte in Aurich ein Auto. Und dann gab es den Klassiker des Winterunfalls: Ein Wagen rutschte gegen eine Straßenlaterne. Alle Unfälle gingen glimpflich aus.