Oldenburg - Die Staatsanwaltschaft Oldenburg will ihren Kampf gegen Kriminalität in der Landwirtschaft in den kommenden Monaten erheblich ausweiten. Der Leiter der Behörde, Roland Herrmann, kündigte am Freitag an, dass die Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen demnächst über sechs statt bisher zwei Staatsanwälte verfügen werde.
Der Ausbau der Zentralstelle erfolge nicht so zügig wie geplant, weil es noch einige personelle Engpässe in anderen Bereichen gebe.
Um die Strafverfolgung im Bereich der Landwirtschaft wirksam zu verstärken, würden derzeit außerdem Polizisten speziell für diese Aufgaben ausgebildet und das Kontrollpersonal der zuständigen Landesbehörde Laves erweitert.
Allein wegen Überbelegungen von Hühnerställen, so Herrmann, gebe es zurzeit noch 125 offene Verfahren bei der Staatsanwaltschaft. 28 Strafbefehle seien ausgestellt und 15 Verfahren gegen zum Teil hohe finanzielle Auflagen eingestellt worden. In einigen Fällen habe es sich um Geldauflagen im sechsstelligen Bereich gehandelt.
Ziel sei es, bei den entsprechenden Betrieben den illegalen Gewinn komplett abzuschöpfen und den Tätern die Bilanz zu verhageln.
