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nordwest-zeitung

Frauenfußball Schröder schreckt Gegner mit spätem Treffer

Barßel/Friesoythe/Lastrup/Löningen - Ihre Mitspielerin durfte nicht und tat es, sie selbst durfte und tat es nicht: Nachdem eine Feldspielerin des Fußball-Landesligisten SG Elisabethfehn/Harkebrügge am Sonntag im Spiel beim SV Harderberg den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt hatte, nutzte Torhüterin Jana Jüdiges statt einer Hand einen Fuß, um den fälligen Strafstoß zu parieren. Damit hielt sie ihr Team im Spiel, das schließlich nach einem späten Tor zum 2:2 einen Punkt mit aus Georgsmarienhütte nehmen konnte. So hatte der Auftritt der Spielgemeinschaft nicht nur Hand und Fuß, sondern auch noch ein Happy End.

Derweil zeigte sich das M&M-Torjägerinnenduo der DJK Bunnen wieder von seiner Schokoladenseite: Marie Moorkamp und Maike Müsegaes erzielten die Tore, die dem Landesligisten einen 2:0-Sieg beim 1. FC Ohmstede einbrachten. Und auch der unter chronischen Personalproblemen leidende Mitte-Bezirksligist FSG Gehlenberg-Neuvrees/Hilkenbrook/Rastdorf konnte mal wieder drei Punkte verbuchen. Nach drei Toren von Isabelle Sommerer und zwei Treffern von Stefanie Völker hatte das Team von Trainer Siegfried Kleinau 5:2 beim VfL Wildeshausen gewonnen. Ligarivale SG Hemmelte/Lastrup/Kneheim unterlag derweil auswärts dem Polizei SV Oldenburg 1:3. Das Tor der Gäste hatte Alexandra Otten erzielt.       

SV Harderberg - SG Elisabethfehn/Harkebrügge 2:2 (1:1)

Die SG begann mit jeder Menge Schwung und wäre fast schon in der zweiten Minute in Führung gegangen: Einen Freistoß Kaya Niemeyers hatte Alina Schulte auf Janina Plois verlängert, die die gegnerische Torhüterin verladen konnte aber dann doch noch von einer Feldspielerin entscheidend gestört wurde. In der 13. Minute durften die Gäste dann aber doch jubeln: Schulte eroberte den Ball, und Amelia Karpinska brachte ihn mit links im Gastgeberinnen-Gehäuse unter. Doch Harderberg schlug hart zurück: In der 24. Minute beförderte Pia Kortenjan den Ball ins SG-Tor, so dass es mit einem 1:1 in die Pause ging, obwohl sich Elisabethfehn/Harkebrügge weitere gute Chancen erspielt hatte.

Direkt zu Beginn von Hälfte zwei vergab der Gast eine weitere gute Möglichkeit, aber dann steigerte sich das Team aus dem Landkreis Osnabrück Stück für Stück – und die SG brauchte etwas Glück. Rettete doch einmal die Latte und einmal der Pfosten für die Spielgemeinschaft. Und dann konnte Jana Jüdiges wie schon erwähnt ja auch noch einen Elfmeter parieren. Zwar traf auch Karpinska einmal die Latte, doch nach Kortenjans zweitem Treffer (87.) schien die dritte Punktspielniederlage der Gäste besiegelt zu sein. Aber Elisabethfehn/Harkebrügge bäumte sich noch einmal auf, und Maren Schröder wurde in der 90. Minute zum Harderberg-Schreck – nahm sie dem SV doch mit ihrem Ausgleichstor zwei Punkte weg.                  

1. FC Ohmstede - DJK Bunnen 0:2 (0:0)

Der Lieblingsverein von Maike Müsegaes hatte mal einen nach der früheren österreichisch-ungarischen „k. und k.-Monarchie“ benannten K.u.K-Sturm mit Miroslav Klose und Ivan Klasnic. Nun bildet die Werder-Anhängerin mit Marie Moorkamp zusammen ein M&M-Duo, das immer wieder die Siegchancen der Gegner der DJK Bunnen schmelzen lässt.

In Oldenburg hatte der Gast nach – laut DJK-Trainer Sascha Anneken – „vogelwilden“ 20 Minuten mit jeder Menge Chancen auf beiden Seiten immer mehr Spielanteile und so keinen gefährlichen Abschluss mehr zugelassen.

Nach einer weiteren Leistungssteigerung der Gäste in Hälfte zwei hatte Anneken zwei „toll herausgespielte Tore“ gesehen. Beide Treffer der zwei Spielerinnen mit den insgesamt vier Ms im Namen hatte die eingewechselte Carla Schmidt klasse vorbereitet: Moorkamp traf in der 58., Müsegaes in der 63. Minute.

Großes Lob gab es von Anneken für alle Spielerinnen, die von der Bank gekommen waren, weil sie sich im Kampf um die drei Punkte als sichere Bank erwiesen hatten...

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)