Strudden/Wiesmoor - Noch vor wenigen Wochen hätte wohl kaum jemand auf einen Sieg des TuS Strudden gegen den VfB Germania Wiesmoor gesetzt. Zu ungefährlich waren die Friedeburger im Abschluss, zu anfällig in der Defensive. Das hat sich jedoch inzwischen gewandelt. Daher verspricht das Kellerduell der Fußball-Bezirksliga am Samstag um 16 Uhr einiges an Spannung. Auf eigenem Platz will der TuS seine Aufholjagd fortsetzen und den Anschluss an den Rest der Liga schaffen.
Sieg in Ihrhove bringt die Wende
„Die haben sich in den letzten Spielen echt zusammengerissen“, ist auch Jürgen Zimmermann der Aufwärtstrend des nächsten Gegners nicht entgangen. In den ersten zehn Partien der Saison hat der TuS gerade einmal einen Punkt geholt. In den vergangenen drei Begegnungen kamen sieben Zähler hinzu. „Dosenöffner“ war der 4:3-Erfolg in Ihrhove. Es folgten ein 1:1 gegen Westrhauderfehn und ein 4:2 in Larrelt. Eines fehlt Strudden aber noch: ein Heimsieg. Der soll nun gegen die Wiesmoor her.
Und die Chancen stehen gar nicht so schlecht. Denn der VfB Germania hat zwar viele gute Spiele gemacht, doch ist regelmäßig leer ausgegangen. Der Grund liegt in der Offensivschwäche der Wiesmoorer. Elf Treffer in 15 Partien sind einfach zu wenig. Das weiß auch Jürgen Zimmermann, nur eine Lösung für das Problem hat er nicht parat. „Wir betreiben viel Aufwand, belohnen uns aber nicht“, sagt er. Einen Vorwurf könne er seinen Spielern aber nicht machen. Einstellung, Kampfgeist und Laufbereitschaft stimmen, nur die Tore wollen nicht fallen. „Vielleicht brauchen wir auch so einen ,Dosenöffner’ wie Strudden ihn hatte“, fügt er hinzu.
Gäste mit einigen Ausfällen
Vor dem Spiel am Samstag bereitet den Wiesmoorern aber nicht nur die Abschlussschwäche Sorgen. Auch die Personalsituation ist nicht die beste. Stammtorwart Kevin Oltmanns ist beruflich auswärts gebunden. Hinzu kommen einige Verletzungen und eine Reihe grippaler Infekte, die die Aufstellung schwierig machen. Aber dann müssen die anderen es eben richten, erklärt Zimmermann. Fußball spielen können die ja schließlich auch. „Wir müssen an uns glauben. Irgendwann klappt das dann auch“, ist er sich sicher. Dass Wiesmoor gegen Strudden gewinnen kann, hat der VfB Germania in dieser Saison bereits bewiesen. Aber das war eben vor dem Spiel der Friedeburger in Ihrhove.