Strudden/Wiesmoor - Nach einer turbulenten Partie auf dem Sportplatz am „Lütten Didi“ wussten die Bezirksliga-Fußballer des TuS Strudden und die des VfB Germania Wiesmoor nicht so recht, ob sie sich freuen sollten oder nicht. Das 2:2 war eigentlich für beide zu wenig, aber vorzuwerfen hatten sich sowohl der TuS als auch die Germania nur die eigene Chancenverwertung.
Elfmeter verschossen
Strudden gab von der ersten Minute an Gas und hätte schon nach wenigen Minuten mit 2:0 führen können. Aber vor dem gegnerischen Tor fehlte es dann doch an der nötigen Durchschlagskraft.
Wiesmoor brauchte etwas länger, um in die Partie zu finden, wurde aber nach und nach gefährlicher. Doch auch die Germania war im Abschluss zu harmlos. Erst scheiterte Leon Zimmermann in aussichtsreicher Position, kurz darauf wurde ein Foulelfmeter vergeben. TuS-Torwart René Breu hatte die Ecke geahnt und parierte stark.
Kurz darauf passierte es aber doch. Waldemar Schott staubte zum 1:0 für Wiesmoor ab. Doch noch vor der Pause schlug Strudden zurück. Michael Grünjes besorgte den Ausgleich. War die erste Halbzeit schon spannend und durchaus unterhaltsam, wurde es nach dem Seitenwechsel wild.
Zwei Platzverweise
Vor allem die Schlussphase hatte es in sich. Nico Pallasdies brachte in der 73. Minute die Gäste erneut in Front. Auch ein drittes Tor war möglich, doch Keeper René Breu war auf der Höhe. Zehn Minuten später brachte Waldemar Schott einen TuS-Angreifer zu Fall. Der Schiedsrichter sah das als Notbremse und zeigte Rot. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit glich Ubbe Rickels zum 2:2 aus. Nun witterte Strudden Morgenluft und schaltete noch einmal einen Gang hoch. Nach einem dummen Foul im Mittelfeld durch Rene Otto und der folgerichtigen Gelb-Roten Karte dezimierte sich Wiesmoor weiter.
Nun kam der große Auftritt von Tim Barth. Er war für den ortsabwesenden Kevin Oltmanns zwischen die Pfosten des Wiesmoorer Tores gerückt. Hatte er vorher schon mit guten Paraden überzeugt, war er es nun, der mit starken Reaktionen dem VfB Germania zumindest einen Punkt rettete. So blieb es letztlich beim gerechten 2:2. Im Abstiegskampf könnte das aber durchaus zu wenig sein – für beide Seiten.