Wiesmoor - Jürgen Zimmermann ist nicht zu beneiden. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB Germania Wiesmoor plagt sich mit den Folgen einer Zahn-OP herum, und sein Team geht sportlich auf dem Zahnfleisch. Trotzdem soll es am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr) gegen den SV BW Borssum endlich mal wieder mit einem Heimsieg klappen. „Stand jetzt ist der Platz bespielbar, und wir wollen auch spielen“, macht Zimmermann deutlich. „Ich hasse es, unten zu stehen, und ich will mir nicht Weihnachten versauen“, macht er deutlich. Die Lösung hat er auch parat. Das letzte Heimspiel des Jahres gegen Borssum gewinnen und auch in Hage punkten, dann ist die Abstiegszone verlassen und das Fest gerettet.
Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Zum einen haben die Borssumer etwas gegen diesen Plan. Zum anderen läuft es beim VfB Germania nicht rund. Einstellung, Kampfgeist und Laufbereitschaft stimmen, auch gute Chancen spielen sich die Wiesmoorer heraus. Doch die nötigen Tore wollen einfach nicht fallen. Nach der zweiten Hälfte der vergangenen Saison, mit vielen Nachholspielen, und der kurzen Sommerpause ist bei vielen der Akku schlichtweg leer. Dass trotz großem Auswand die erhofften Erfolge ausblieben, hilft auch nicht. „Eigentlich bräuchten wir mit der ganzen Mannschaft eine Woche Wellness-Urlaub. Wenn sich dafür ein Sponsor findet, kann er sich gerne bei mir melden“, sagt Zimmermann.
Doch bevor er sich über Urlaub oder zumindest die Winterpause Gedanken machen kann, muss er mit seinem Team weiter um jeden Punkt kämpfen. Dass Waldemar Schott (Rot) und René Otto (Gelb-Rot) gesperrt fehlen, trübt die Stimmung weiter. Aber Zimmermann weiß, in seinem Team wird am Sonntag wieder jeder an seine Grenzen gehen – in der Hoffnung, dass es endlich einmal reicht.