Vechta/Wildeshausen - „Kalte Dusche“ zum Hinrundenabschluss: Die Fußballer von Landesligist VfL Wildeshausen haben am Sonntag bei SFN Vechta drei Punkte verschenkt. Sie verloren das Aufsteigerduell mit 1:3 (1:2), obwohl sie die spielerisch bessere Mannschaft waren. Während Vechta sich durch diesen Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte, hat sich der Rückstand des VfL auf einen Nichtabstiegsplatz auf sechs Punkte erhöht.
„Wir waren deutlich besser als Vechta und hatten auch mehr Tormöglichkeiten, haben aber die beiden ersten Gegentore durch unsere Fehler im Spielaufbau hergeschenkt“, ärgerte sich VfL-Trainer Marcel Bragula nach dem Schlusspfiff.
Schon kurz nach Spielbeginn leistete sich der VfL den ersten schweren Patzer. Vechta konnte den Ball auf der rechten Außenbahn erobern. Erion Gashi wurde im VfL-Strafraum angespielt und schob den Ball aus kurzer Distanz in die rechte untere Torecke (5. Minute). Der VfL brauchte einige Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen, übernahm dann aber das Kommando. Nach einer Hereingabe von Kevin Kari hatte Fynn Theuser die erste große Chance zum Ausgleich. Vechtas Verteidiger Felix Klaphake konnte aber noch zur Ecke retten (21.). Zwei Minuten später schaffte Wildeshausen dann aber den verdienten und auch schon überfälligen Ausgleich. Lasse Härtel spielte Kari im Strafraum der Platzherren an, Kari legte den Ball auf Härtel zurück, der aus 14 Metern vollendete.
Danach spielte bis zum nächsten schweren Aussetzer nur noch der VfL. Allerdings waren die Zuspiele im letzten Drittel immer so unpräzise, dass kein weiteres Tor gelingen wollte. Kurz vor der Pause leistete sich der VfL diesen Patzer, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Gashi eroberte 22 Meter vor dem VfL-Tor den Ball und zog ab. Ein VfL-Spieler fälschte die Kugel so unglücklich ab, dass diese an VfL-Torwart Joel Kletta vorbei neben dem linken Pfosten ins Netz hoppelte (43.).
Nach Wiederbeginn bemühte sich der VfL um den erneuten Ausgleich, war im Abschluss aber oft zu überhastet. So vergab Härtel nach Zuspiel von Alexander Kupka aus kurzer Distanz (60.). Dann hatte Kari eine dicke Möglichkeit. Bei seinem Schuss aus sechs Metern rettete Dilges Al Bagari auf der Torlinie (77.). Unter gütiger Mithilfe des erschreckend schlechten Schiedsrichtergespanns konnte Christoph Hainke mit einem Schuss aus 14 Metern die Partie schließlich für Vechta entscheiden (83.)