Friedeburg/Wilhelmshaven - In der Abwehr gewinnt man Spiele. Kaum treffender könnte diese Handball-Weisheit wohl am vergangenen Samstag beim Spiel der Landesliga-Frauen der HSG Friedeburg/Burhafe beim Wilhelmshavener SSV gewesen sein. Das mussten allerdings die Gastgeber am Ende ein wenig frustriert zur Kenntnis nehmen. Denn sie bissen sich fast über die gesamte Spielzeit die Zähne an der aufmerksamen Defensive der HSG aus.

Lediglich 13 Mal mussten die beider Torhüterinnen der Gäste, Carolin Klöker und Heike Löschen, den Ball aus dem Netz fischen. Dabei standen sie der formidablen Leistung ihre Abwehrspielerinnen in nichts nach. 25:13 (7:13) gewannen die Ostfriesinnen am Ende in der Jadestadt und festigten damit ihren Mittelfeldplatz in der Liga. Abbo Goldhammer, Co-Trainer der HSG-Spielerinnen, hatte am Ende kaum etwas zu bemängeln.

Einzig, dass es zum Spielbeginn und nach der Pause jeweils vier Minuten dauerte, bis die HSG-Handballerinnen wieder Fuß gefasst hatte, sorgte für leichtes Stirnrunzeln. Prunkstück war natürlich die Abwehr, die sehr defensiv agierte und dabei die Kreisläuferinnen des WSSV nahezu perfekt abschirmte. Aus dem Rückraum der Gastgeberinnen kam dabei zu wenig, um die HSG Friedeburg/Burhafe ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Und im Angriff? Da nahm die HSG schnell Tempo auf, und sorgte mit Druck auf die Nahtstellen immer wieder für große Lücken. Immer wieder aus der Nahwurfzone kam die HSG zum Erfolg. Sinnbildlich für die Mannschaftsleistung fiel auch die Statistik aus. Alle Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein.