Wilhelmshaven - Nicht nur die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV haben am Samstag den Spitzenreiter ihrer Staffel vor der Brust: Zwei Etagen tiefer (Oberliga) will auch das Youngster-Team den Ligaprimus auf die Probe stellen. Das „Vorspiel“ gegen Tabellenführer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wird um 14.30 Uhr in der Nordfrost-Arena angepfiffen.
„Ein starker Gegner, gegen den wir jetzt nicht auf Teufel komm’ raus gewinnen müssen“, sagt WHV-Trainer Matej Kozul. „Es geht viel mehr darum, unsere Sache so lange es geht gut zu machen, denn da kommt einiges auf uns zu. Grüppenbühren ist sehr ausgeglichen besetzt und deshalb nur schwer auszurechen.“
Gefahr droht nicht nur aus dem wurfstarken Rückraum, sondern auch von allen anderen Positionen. Kozul: „Sie spielen auch gerne über den Kreis oder setzen ihre Außen in Szene. Dass die HSG auch in diesem Jahr schon wieder oben steht, wundert mich nicht. Ich hätte ihnen im Vorjahr auch den Aufstieg in die Regionalliga zugetraut.“
Dass die Youngster diesen Gegner schlagen können, bewiesen sie im Vorjahr, als man auswärts klar mit 30:22 triumphierte und damit gleichzeitig eine monatelange Siegesserie der Gastgeber mit einem Paukenschlag beendete. Vor gut einem Jahr waren die personellen Voraussetzungen aber noch andere: Torhüter Frederick Lüpke (jetzt HSG Varel) steht ebenso nicht mehr zur Verfügung wie Okke Dröge, Jan Bennet Behrends oder der verletzte Paul Neumann – das Trio verzeichnete am Ende 20 Tore auf dem Gemeinschaftskonto.
„Am Erfolgsrezept ändert das aber nichts“, stellt Kozul klar. „Wir müssen hart und mit Leidenschaft verteidigen, einen guten Rückzug zeigen und dem Gegner damit einen Großteil seiner Stärken wegnehmen.“ Für Justus Koch und Linus Otten rutschen am Samstag Bjarne Behrends und Max Koopmann ins Youngster-Aufgebot.