Wilhelmshaven - Eine Flut von Fehlwürfen bescherte den Drittliga-Handballern des Wilhelmshavener HV im Vorjahr eine ebenso bittere wie verdiente Niederlage bei der zweiten Mannschaft der MT Melsungen. Daraus haben die Jadestädter offenbar ihre Lehren gezogen, denn am Sonntagabend setzte sich der WHV bei der Neuauflage in Nordhessen verdient mit 35:31 (15:15) Toren durch.
Maas wieder im Kader,Madert beginnt im Tor
Trainer Christian Köhrmann überraschte zu Beginn mit drei Personalien: Für den zuletzt starken Jakub Lefan begann Konstantin Madert im Tor und am Kreis erhielt Tim Düren den Vorzug vor Duncan Postel. Erstmals nach langer Verletzungspause stand auch Linksaußen Sebastian Maas wieder im Mini-Aufgebot der Jadestädter, die auf die verletzten Jan Bennet Behrends und Simon Frackowiak verzichten mussten.
Die Partie begann ohne lange Abtastphase. Beide Teams gingen sofort hohes Tempo und erspielten sich zahlreiche Torgelegenheiten. Weil sich die Jadestädter aber zu viele Fahrkarten leisteten (unter anderem vom Siebenmeterstrich und aus der Nahdistanz) hielt die frühe 2:0-Führung nicht lange. Die MT traf zuverlässiger und zog zwischenzeitlich bis auf vier Tore davon (9:5/14.).
Fehler der Gastgebereiskalt bestraft
Erst nach einer Auszeit von Köhrmann agierten die Gäste wieder zielstrebiger und waren zur Pause – auch dank eines Dreierpacks des erneut starken Kapitäns Matej Kozul – wieder dran (15:15). Nach dem Wechsel waren die Jadestädter dann am Drücker. Während sich die Hessen jetzt zu viele Unzulänglichkeiten leisteten und auch im Tor zu wenig Rückhalt hatten, spielte der WHV seinen „Stiefel“ gekonnt herunter und bestrafte die Fehler konsequent.
Der Versuch der Gastgeber, den zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand mit einer immer offensiver werdenden Deckung noch einmal anzugreifen, scheiterte, weil die Jadestädter kühlen Kopf bewahrten und den Vorsprung (auch in Unterzahl) souverän ins Ziel retteten.