Oldenburg - Mit welchen Zugängen der Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg in die neue Saison geht, ist im gerade erst angebrochenen Monat Mai noch offen. Fest steht dagegen schon, welche beiden erfahrenen Akteure ab der Spielzeit 2024/25 nicht mehr für den Club auflaufen werden. Nachdem der Verein am Dienstag die bevorstehende Trennung von Stürmer Max Wegner bekanntgegeben hatte, folgte am Mittwoch die Bestätigung der schon kursierenden Spekulation um Torhüter Sebastian Mielitz. Auch er verlässt die Oldenburger in der Sommerpause. Der 34-Jährige kehrt zu Werder Bremen zurück, wo er mit seiner Erfahrung der zweiten Mannschaft helfen soll.
„Wir hätten Miele auch in Zukunft gerne bei uns gesehen, etwa als Teil des Trainerteams“, sagte VfB-Sportleiter Sebastian Schachten: „Genauso können wir aber verstehen, dass er das Angebot von Werder angenommen hat.“
62 Bundesligaspiele
Zwischen 2009 und 2013 hatte Mielitz für Werders erste Mannschaft 62 Bundesligaspiele bestritten. Über mehrere weitere Stationen kam er 2022 zum damaligen Drittliga-Aufsteiger VfB. Auch aufgrund von Verletzungen konnte er sich aber weder in der Drittliga-Saison noch in der laufenden Regionalliga-Spielzeit dauerhaft einen Stammplatz erkämpfen. In Bremen hat er nun einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe in meiner alten sportlichen Heimat“, sagte Mielitz: „Ich fühle mich noch fit genug, um mitzuhalten.“
Die Reserve der Bremer steht als Meister der Bremen-Liga und als Teilnehmer an der Regionalliga-Aufstiegsrunde fest. Wenn der angestrebte Aufstieg gelingt, wird Mielitz in der kommenden Saison möglicherweise einige Partien bestreiten, möglicherweise aber den übrigen Torhütern der zweiten Mannschaft mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Mit meinen 17 Jahren als Profi habe ich viel erlebt“, sagte Mielitz: „Diese Erfahrung möchte ich an die jungen Spieler weitergeben.“ Ein Grund für den Wechsel sei laut Mielitz auch die Nähe zu seinem Wohnort gewesen. Er lebt im zwischen Bremen und Oldenburg liegenden Hude (Landkreis Oldenburg).
Wegner kam 2020
Nicht so selbstbestimmt wie bei Mielitz ist der Weggang von Wegner. „Ich bin schon traurig, dass es beim VfB nicht weitergeht, freue mich aber auch auf das, was die Zukunft bringt“, wurde der 35-Jährige in einer Mitteilung des VfB zitiert. Wo er seine Karriere fortsetzen will, ist noch offen. Schachten brachte derweil eine spätere Rückkehr von Wegner ins Spiel. „Sportlich planen wir in der kommenden Saison nicht mehr mit Max. Allerdings können wir uns gut vorstellen, ihn perspektivisch in die Trainerarbeit im Verein zu integrieren. Da ist die Tür für ihn immer offen.“
Wegner, der 2016/17 für Erzgebirge Aue drei Zweitliga-Einsätze gesammelt hatte, kam 2020 von Fortuna Düsseldorf II zum VfB. 2022 stieg er mit dem Team in die 3. Liga auf und blieb auch nach dem Abstieg ein Jahr später in Oldenburg. In der laufenden Saison kam er an den bisherigen 31 Spieltagen 27-mal zum Einsatz. Dabei stand er aber nur 16-mal in der Startelf. Auch am vergangenen Wochenende wurde er bei der 1:2-Heimniederlage gegen den SSV Jeddeloh von Trainer Fuat Kilic erst zur zweiten Hälfte eingewechselt.